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Immer wieder der Verzicht aufs Auto gefordert - wie hier bei der Demo „Autofreie Isar“ im Sommer in München.

Germering

Plädoyer für autofreies Wohnen

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Der Umweltbeirat kämpft weiter für die Umsetzung seiner Vision von autofreien Wohngebieten in der Stadt. 

Germering – Ein erster Vorstoß in Zusammenhang mit der geplanten Bebauung des Kreuzlinger Felds war zwar vor einem Jahr vom Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss als nicht machbar abgelehnt worden. Jetzt wagt der Beirat einen neuerlichen Vorstoß. Auf drei Seiten wirbt das Gremium bei OB Andreas Haas und den Stadträten für sein visionäres Verkehrskonzept.

Umweltbeiratsvorsitzender Herbert Krause gesteht dabei einerseits zu, dass es schwierig sei, Änderungen der bestehenden Verkehrssituation zu erreichen. Die Widerstände gegen die angedachte Fahrradachse südlich der Bahnlinie hätten dies ebenso gezeigt wie die Diskussionen bei der Umgestaltung des Kleinen Stachus. Die Thematik sei komplex und die Umsetzung von neuen visionären Mobilitätskonzepten erfordere politischen Mut.

Neue Herausforderungen bei der Mobilität

Dass der Weg nach Ansicht der Umweltbeiräte dennoch gegangen werden müsse, liegt dem Papier zufolge auf der Hand. Denn: „Die durch die Nachverdichtung bedingte Zunahme der Bevölkerung, verbunden mit dem Bedürfnis der Bewohner nach Mobilität, führt insbesondere durch die Nutzung des motorisierten Individualverkehrs unter anderem zur Verschlechterung der Luft.“ Dies stelle einen stichhaltigen Beweis dar, dass es mit den klassischen Konzepten nicht gelingen kann, die neuen Herausforderungen zu bewältigen.

Klimaschutz in der Stadt

Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes sehen es die Umweltbeiräte als notwendig an, neue Siedlungsquartiere von Beginn an mit neuartigen Mobilitätskonzepten zu verbinden. Dabei reiche es nicht aus, Parkplätze nur von der Oberfläche zu entfernen oder den Verkehr unterirdisch zu leiten. Die Stadt solle deswegen das „Wohnen ohne Auto“-Konzepts des Beirats erneut prüfen und bei der Bebauung großer Flächen umsetzen. Krause ist sich dabei sicher: „Wird ein solches Konzept konsequent angegangen und in den Siedlungsbereich integriert, werden die Bürger kaum Einschränkungen der Mobilität hinnehmen müssen.“ Der Bürger, der heute für innerörtliche Erledigungen das Auto wähle, beschneidet sich Krause zufolge in der Mobilität häufig selbst.

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