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Großer Andrang vor der Stadthalle: Unter den Bäumen laden Bierbänke zum Verweilen ein. Es gibt Getränke für die Erwachsenen und Luftballons für die Kinder.

Stadtfest Germering 

Platz vor der Stadthalle wird zur Feiermeile

Germering hat gefeiert. Drei Tage lang zog wieder das Stadtfest Besucher in seinen Bann. Tagsüber vergnügten sich vor der Stadthalle vor allem Familien mit Kindern. Jugendliche konzentrierten sich eher aufs Showprogramm. Und Vereine gingen auf Mitgliedersuche.

Germering– Eigentlich war er auf dem Weg zum Einkaufen, doch dann ist Peter Brunner mit seiner Tochter „einfach so beim Stadtfest hängen geblieben“, wie er sagt. Erste Station für die sechsjährige Valentina ist das Karussell. Gut zehn Minuten dreht das Mädchen mit einem Klassenkameraden ihre Runden, und der Vater ist entspannt. „Hier kann man es aushalten als Familie.“ Auch wenn sich das Angebot doch immer gleiche, sei es wichtig, dass es die Fahrgeschäfte gibt. „Hauptsache, die Kinder haben ihren Spaß. Dann ist es für mich auch eine gute Zeit“, sagt der Germeringer.

Das ist ganz im Sinne von Steffen Eichler. Mit seiner Dampflok im Mini-Format dreht er Runde um Runde – und begeistert damit seine kleinen Fahrgäste. Anstrengend ist es schon, „aber in glückliche Kindergesichter zu sehen, das ist viel wert“.

Bereits zum zweiten Mal ist er mit seiner Mini-Bahn auf dem Stadtfest. Sonst sorgt er damit auf dem Christkindlmarkt für Vergnügen. „Mit der Stadt hier ist das sehr unkompliziert“, sagt Eichler. Im Prinzip habe man schon über das nächste Jahr gesprochen. Man müsse eigentlich nur noch den Terminkalender abstimmen.

So weit denkt Madlen Roithmaier von der Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) noch nicht. Die Naturpädagogin will im Herbst eine BN-Kindergruppe ins Leben rufen und nutzt das Fest, um für ihr Vorhaben schon einmal ein bisschen zu werden. „Wir wollen hier auf dem Stadtfest ein paar Anmeldungen festmachen“, erklärt sie. „Sechs Kinder sollten es mindestens sein. “ Sie sei zuversichtlich, dass das halbe Dutzend voll werde.

Bei Kindern wie der sechsjährigen Kim wird Rothmaier keine Probleme haben, Interesse für ihre neue Gruppe zu wecken. haben. „Ich sammle sehr gern Käfer und Schnecken, und ich beobachte sie dann auch“, erzählt das Mädchen, das nach den Ferien in die erste Klasse kommt. „Ich bin gerne hier auf dem Fest“, fügt sie hinzu. Dass sie am Glückshafen des Bayerischen Roten Kreuzes einen Kleingewinn abgegriffen hat, freut sie natürlich besonders.

Bei Jugendlichen wie dem 16-jährigen Tim Sulzer sind die Ansprüche schon höher. „Für mein Alter ist der Nachmittag nichts, nur für die Kleinen“, sagt er und verzieht sich erst einmal wieder. „Wenn die Showband aufläuft, bin ich wieder da. Vielleicht nehme ich dann auch ein paar Freunde mit“, meint er. Ein wenig Abfeiern, das werde sich dann schon ausgehen.

Damit die Besucher des Stadtfestes auch ihren Spaß hatten, haben die 28 Vereine und Organisationen, die mit dabei waren, keine Mühen gescheut. Viel Arbeit haben sie in die Vorbereitung der dreitägigen Veranstaltung gesteckt. Und es hat sich gelohnt: Überall sieht man begeisterte Gesichter. Die Erwachsenen sitzen an den Bierbänken und lassen sich Getränke und Leckereien schmecken. Die Kinder haben Spaß an Fahrgeschäften und den verschiedenen Buden. Und auch das Wetter spielte weitgehend mit.

von Hans Kürzl 

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