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Dank einer aufmerksamen Zeugin konnte die Germeringer Polizei am Montagabend einen professionellen Fahrraddieb aus dem Verkehr ziehen.

Nach Anruf einer Zeugin

Polizei schnappt Profi-Radldieb

Germering – Dank einer aufmerksamen Zeugin konnte die Germeringer Polizei am Montagabend einen professionellen Fahrraddieb aus dem Verkehr ziehen. Vize-Inspektionsleiter Andreas Ruch spricht von einem „großen Fisch“, der den Beamten ins Netz gegangen sei.

Ihm zufolge könnte der aus Polen stammende Mann einer Diebesbande angehören. Möglicherweise seien sie für einen Teil der heuer insgesamt 128 in der Stadt registrierten Radldiebstähle verantwortlich.

Wie die Beamten mitteilen, beobachtete eine 19-jährige Münchnerin am Montag gegen 20.45 Uhr zwei Männer. Die junge Frau, die gerade in der Luitpoldstraße zu Besuch war, sah, dass sich die Diebe mit einem Bolzenschneider im Hof eines dortigen Mehrfamilienhauses an mehreren Fahrradschlössern zu schaffen machten. Dann fuhren sie mit zwei Fahrrädern weg.

Die 19-Jährige rief daraufhin die Germeringer Polizei an. Sie konnte nicht nur berichten, dass die Diebe in Richtung des S-Bahnhofs Harthaus geflüchtet waren. Die Münchnerin konnte auch eine detaillierte Personenbeschreibung der beiden Täter machen. Außerdem hatte sie gehört, dass die Männer polnisch gesprochen hatten.

Bereits kurze Zeit später, gegen 20.50 Uhr, sahen die Beamten die Diebe in der Kurfürstenstraße. Einer der beiden war mit einem weißen Mountainbike unterwegs und ließ mit der rechten Hand noch ein zweites Mountainbike neben sich her rollen. „Das deutet drauf hin, dass er wohl kein Ersttäter war“, erklärt Ruch auf Tagblatt-Nachfrage. Als die Polizisten näher kamen, blieb der Mann sofort stehen und ließ sich widerstandslos festnehmen. Sein Komplize hingegen konnte entkommen – obwohl ein Beamter ihm noch ein Stück hinterher gesprintet war.

Bei der Festnahme des ersten Täters wurde klar: der 23 Jahre alte Pole hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland. In seinem Rucksack wurden vier durchgezwickte Fahrradschlösser, ein gelber Bolzenschneider sowie ein Küchenmesser gefunden. Er verweigerte eine polizeiliche Vernehmung und wurde in die JVA Stadelheim gebracht.

Laut Ruch passe die Vorgehensweise zu Diebstählen in der Vergangenheit, bei denen nie Schlösser zurückgelassen worden waren. Die Täter hätten es außerdem nicht nur auf Mountainbikes abgesehen. „Aber in der Nähe der Luitpoldstraße wurden schon öfter Radldiebstähle gemeldet.“ Meist seien die Räder zwischen 200 und 600 Euro teuer. Ruch empfiehlt, Fahrräder in geschlossenen Räumen abzustellen.

Wer einen Radldieb beobachtet, soll sich bei der Polizei unter der Telefonnummer (089) 8 94 15 70 melden.  (rm)

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