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Patrick Körbs bei seiner ersten Messe. 

Primiz in Don-Bosco-Kirche

Priester feiert seine erste Messe

Patrick Körbs aus Germering wird dieses Wochenende wohl nie mehr vergessen: Am Samstag wurde der 28-jährige Germeringer im Freisinger Dom zum Priester geweiht. Und nur einen Tag später feierte er in seiner Heimatgemeinde Don Bosco seine Primiz. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Germering Es war ein feierlicher Augenblick: Mit Fahnenabordnungen seines Heimatorts, einer Delegation seiner Studentenverbindung und musikalisch begleitet von der Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Unterpfaffenhofen, zog Priester Patrick Körbs gemeinsam mit Stadtpfarrer Andreas Jaster und Monsignore Johann Meyer, der die Primizpredigt hielt, in die Kirche Don Bosco ein. Vor Beginn der ersten Heiligen Messe des frisch geweihten Priesters, begrüßte Stadtpfarrer Jaster eine große Schar an Gläubigen. Sie alle wollten dem selten gewordenen Ereignis einer Primiz beiwohnten.

„Ich bin stolz und direkt ergriffen angesichts dieses gut gefüllten Gotteshauses und den vielen Menschen, die der ersten Messe unseres Patricks beiwohnen – die Primizkerze wird ihn an diesen feierlichen Tag erinnern“, sagte Jaster. Auch die Hauptperson des Tages zeigte sich ergriffen angesichts der großen Zahl an Gläubigen, die ihm zu Ehren gekommen waren. Eine von Priester Körbs ersten Handlungen war die Segnung der Gottesdienstbesucher, dann hielt er seine erste Messe.

Die Primizpredigt hielt Monsignore Johann Meyer, Militärpfarrer aus München. Er appellierte in eindringlichen Worten und dennoch in lockerer Art an alle Gläubigen, den Glauben an Gott lebendig zu halten und bewusst in der Gegenwart zu leben und nicht vergangenen Zeiten nachzuhängen. Schließlich hätten sich die Zeiten geändert. „Priester fallen nicht vom Himmel, sie wachsen hier auf Erden, und zwar mitten unter uns“, betonte er.

Ein jeder neue Priester bringe seinen eigenen Lebenslauf mit hinein in sein Amt. Auch wenn Pfarrgemeinden bröckelten, und der Priestermangel nicht wegzudiskutieren sei: „Jede Not birgt eine Chance“, betonte Meyer. Man müsse sich von Übersteigerungen des Priestertums verabschieden, schließlich könne jeder einzelne Gläubige gottgefällig sein und im Sinne Jesu seinen Glauben leben. „Es geht nicht darum, am Sonntag beim Gottesdienst seine Seele zu putzen, es geht um jeden Einzelnen, der täglich für Nächstenliebe in seinem Umfeld, ob in der Familie oder am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis, dafür eintritt – jeder kann seine Gaben sprudeln lassen“, betonte der Seelsorger in seiner Predigt.

Bilder: Primiz in Germering

Nachdem er die Gläubigen rund um den neuen Priester in den Mittelpunkt der Primiz gestellt hatte, schloss er mit den Worten: „Der Beginn Deines Wirkens ist auf alle Fälle eine Feier wert; doch hier vorne am Altar bist Du nicht der Herr des Glaubens, sondern nur der Vermittler und ein Diener aller Gläubigen.“

Für Körbs geht es nun nach Freising. Im Pfarrverband St. Korbinian tritt er seine erste Kaplansstelle an. Als Primizspruch wählte er „Unus magister: Christus“, Evangelium nach Matthäus, Kapitel 23, Vers 10.

von Angi Kiener 

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