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Germering

Rekordhaushalt einstimmig beschlossen

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Der Rekordhaushalt der Stadt steht. Ohne Gegenstimmen hat der Stadtrat am Dienstag den Etat beschlossen, der bis zum Jahr 2022 ein Gesamtvolumen von über 400 Millionen Euro aufweist. Die Höhe der Investitionen im selben Zeitraum liegt bei knapp 100 Millionen Euro.

Germering – OB Andreas Haas meinte in seiner obligatorischen Haushaltsrede, dass man aufgrund der schieren Zahlen des Etats den Schluss ziehen könnte, die Stadt baue Luftschlösser. Das sei aber nicht richtig: „Wir bleiben am Boden.“ Die Stadt investiere nämlich in die Nachhaltigkeit der bestehenden Infrastruktur und gehe vorausschauend mit den Finanzen um.

Dass der Stadt dabei die wirtschaftliche Gesamtlage zugute komme und sie fast unverhofft eine weitaus höhere Schlüsselzuweisung vom Freistaat erhalte als noch vor einem Monat gedacht, gestand der Rathauschef dabei durchaus ein. Das Finanzministerium hat der Stadt wie berichtet Anfang Februar mitgeteilt, dass diese Zuweisung von 5,6 auf 8,5 Millionen Euro steigt. Dies und eine geringere Kreisumlage sowie die weiterhin hohen Einnahmen aus der Einkommens-, der Gewerbe- und der Grunderwerbssteuer ermöglichen eine Finanzplanung bis 2022, die ohne Netto-Kreditaufnahme auskommt.

Geld für die Kinder

Was die Stadt mit dem Geld anfängt, machte Haas anhand von mehreren Punkten deutlich. An erster Stelle standen dabei die Schulen und die Betreuungseinrichtungen. Haas: „Wir investieren für unsere Kinder.“ Der größte Posten ist dabei aktuell die Sanierung und Erweiterung der Wittelsbacher und der Theresenschule. Bis 2023 werden hier rund 26 Millionen Euro fällig.

Hinzu kommen zehn Millionen Euro für den Ausbau der Kerschensteiner Schule und Planungskosten in Höhe von rund 500 000 Euro für die anstehende Sanierung der Kirchenschule. Zu diesen Investitionen kommen laut Haas noch Kosten für den Unterhalt von rund einer Million Euro alleine in diesem Jahr.

Die Digitalisierung der Germeringer Schulen werde von der Stadt ebenfalls kräftig unterstützt, führte Haas weiter aus. Die Unterstützung reiche vom Ausbau des Breitbandnetzes und der Einrichtung von Wlan-Angeboten über die Anschaffung von Endgeräten bis hin zur Förderung des neu gegründeten DigiClubs.

In die Kinderbetreuung investiert die Stadt nicht weniger kräftig. Rund zwölf Millionen Euro werden dem OB zufolge in den Bau neuer Einrichtungen gesteckt. Die größten Probleme in diesem Bereich könnten aber mit Geld alleine nicht gelöst werden. Es wird laut Haas nämlich immer schwieriger, Grundstücke für Neubauten und Personal für die Einrichtungen zu finden.

Ausbau des Busnetzes

Weitere wichtige anstehende Investitionen streifte OB Andreas Haas dann schlaglichtartig: Der Neubau des Spielhauses am Abenteuerspielhaus für rund 2,5 Millionen Euro, die Pumptrack als Ersatz für die BMX-Bahn (110 000 Euro), die städtebauliche Entwicklung im Zentrum, der kontinuierliche Ausbau der Barrierefreiheit, die Planungen für das Kasernengelände und der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs waren einige der Punkte.

Bei allen Erfolgsmeldungen meinte OB Haas, dass die Stadt sich der Risiken bei der künftigen Entwicklung der wirtschaftlichen Gesamtlage auch bewusst sei. Ein großes Problem bleibe darüber hinaus die Wohnungsknappheit. Grundsätzlich wolle er aber in Anlehnung an die laufende Markenkampagne der Stadt feststellen: „Unser Germering ist gut aufgestellt und hat die richtige Balance.“

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