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Sonja Schäufler und Engin Önder sind seit einem Jahr privat ein Paar und machen als Tanzpaar erfolgreich in der höchsten Amateurklasse als Lateintänzer auf sich aufmerksam. 

Ein Tanzpaar auf dem Weg nach oben

Rumba und Jive sind ihre Leidenschaft

Germering – Sie sind Tanzpartner und seit einem Jahr auch privat ein Paar: Sonja Schäufler und Engin Önder. Die Beiden blicken auf ein äußerst erfolgreiches Tanzjahr in der höchsten Amateurklasse zurück und sie haben ein Ziel: Sie wollen am Thron der amtierenden deutschen Meister sägen und bestenfalls schon 2017 ganz oben auf dem Treppchen stehen.

Sonja Schäufler und Engin Önder kennen sich zwar schon seit 15 Jahren aus der Tanzszene, doch privat gefunkt hat es erst vor einem Jahr zwischen den Beiden. Seit sie gemeinsam als Lateintänzerpaar übers Parkett schweben, sind sie in diesem kräftezehrenden Amateursport extrem erfolgreich: „Früher haben wir gegeneinander getanzt, wir waren beide im Leistungskader“, erzählt die 31-Jährige.

Während Sonja Schäufler bereits als Sechsjährige Ballettunterricht bekam, ging es Engin Önder viel später und etwas langsamer, quasi Step by Step, an: „Ich lernte erst mit 18 Jahren in der Münchner Tanzschule Neubeck die ersten Schritte. Ein Freund ließ nicht locker, er drängte mich dazu“, erinnert sich Önder. Damals dachte er: „Ich geh da halt ein paar Mal hin und dann ist’s auch wieder gut.“

Doch es sollte ganz anders kommen, denn: Ab den ersten Schritten fing er Feuer und nach einem Jahr Ausbildung in der Tanzschule fand er sich im Turniersport wieder. Längst unterrichten er und seine Tanz- und Lebenspartnerin in einem Münchner Verein Standard- und Lateintänze.

Und gemeinsam . Im vergangenen Jahr ertanzten sie sich mehrere erste Plätze bei nationalen und internationalen Turnieren. Sie wurden zweimal Bayerische Meister, Deutsche Vizemeister und qualifizierten sich damit zur Teilnahme an der Amateur-Weltmeisterschaft, die Ende November in Bilbao ausgetragen wurde. Seither belegen die Zwei Rang acht auf der Weltrangliste. Doch sie wollen noch besser werden: „Wenn Turniere anstehen, trainieren wir fünfmal die Woche rund drei bis vier Stunden.“

Neben ihren Berufen als Lektoratsassistentin in einem juristischen Verlag und als Inhaber eines Fahrradgeschäfts bleibt wenig Zeit – und die investieren sie in die Vorbereitung für anstehende Turniere und Wettkämpfe. Dazwischen werden sie als Showtänzer gebucht, treten bei Tanzschiff-Fahrten, im Rahmen der Rosengala im Deutschen Theater oder bei Jahresbällen in Clubs auf.

Bei der nächsten Deutschen Amateur-Meisterschaft der Lateintänzer 2017 in Nürnberg wollen sie gemeinsam am Thron der amtierenden Meister sägen und ein paar Schrittfolgen besser sein. „Weil wir erst seit kurzer Zeit gemeinsam als Tanzpaar auf den Bühnen unterwegs sind, gelten wir als Newcomer und das wird nicht leicht“, wissen die Beiden. Aber sie wissen nach diesem erfolgreichen Jahr 2016 auch eines: „Erfolge und tolle Titel können sehr beflügeln.“

Sie liebt die Rumba: „Das ist der Tanz der Liebe – sehr romantisch, mit viel Gefühl und Hingabe“, sagt Sonja Schäufler. Engin Önders Lieblingstanz ist der Jive – ein Tanz, der das Hauptaugenmerk auf die Lebensfreude legt. „Tanzen ist unsere große Leidenschaft, Tanzen bereichert unser Leben, es war ein super Jahr für uns und es macht uns nach wie vor Spaß“, sind sie sich einig. (akk)

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