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In Germering

Schädelbruch nach Attacke mit Golfschläger: Täter vor Gericht

 Seine angeblich nicht bezahlte Zeche hat einen 27-Jährigen Anfang Februar fast das Leben gekostet. Der Kellner der Kneipe, in der der junge Mann getrunken hatte, verfolgte den vermeintlichen Zechpreller und schlug ihn mit einem Golfschläger halb tot. 

Germering –Der Rumäne hat die Tat gestern vor dem Landgericht München II gestanden. Dort muss er sich wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Laut Staatsanwalt Matthias Braumandl lief die Tat folgendermaßen ab: In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar arbeitete der 33-Jährige in der Kneipe, wo der 27-Jährige ordentlich Alkohol trank. Gegen zwei Uhr verließ der Gast das Lokal – laut Anklage ist es möglich, dass er die Zeche in Höhe von etwa 100 Euro nicht beglichen hatte. Der griff sich einen Golfschläger, sprang ins Auto und fuhr dem Gast hinterher.

Als er ihn eingeholt hatte, gab’s ein Gerangel. Der 33-Jährige holte den Schläger aus dem Auto und drosch auf den 27-Jährigen ein. Das Opfer erlitt einen Bruch des Schädeldachs, eine Felsbeinfraktur, eine Hirnblutung und eine Kopfplatzwunde. Dann habe der Angeklagte den Schwerverletzten bei winterlichen Temperaturen auf der Straße zurückgelassen. Der verlor zeitweise das Bewusstsein. Zwei Stunden später konnte sich der 27-Jährige zu Anwohnern schleppen.

Das Opfer ist noch immer auf einem Ohr taub und leidet unter Gleichgewichtsstörungen. Der Angeklagte räumte die Tat ein und gab kleinlaut zu: „Ich weiß nicht. Ich habe ihm eine reingehaut. Es tut mir leid.“ Den Schläger habe er zu seiner Verteidigung mitgenommen. Der 27-Jährige hatte die Kneipe zunächst zusammen mit einem weiteren Gast verlassen: „Ich dachte, wenn es zwei sind, brauche ich was.“

Der Angeklagte sagte, dass er unter einem Alkoholproblem leidet. Angeblich habe er massiv getrunken – auch in der Kneipe, sobald der Chef weg war. Zeugen haben ihn jedoch nicht als Trinker beschrieben. Sollte sich tatsächlich ein Alkoholproblem herausstellen, geht es auch um eine mögliche Unterbringung in der Entzugsklinik. gut

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