Die ehemalige Kaserne an der A 96 soll mit schnellem Internet versorgt werden.

Stadtrat

Schnelles Internet für die Außenbereiche Germerings

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 Die Versorgung des städtischen Kerngebietes mit schnellem Internet ist seit zwei Jahren so gut wie abgeschlossen. Die Telekom hat im Mai 2016 den vertraglich zugesicherten Ausbau eines Breitbandnetzes in den letzten verbliebenen Bereichen abgeschlossen. 

Germering Dies betraf damals den Ortsteil Nebel sowie die Industriestraße und Teile des Gewerbegebietes Germeringer Norden.

Allerdings gibt es immer noch acht Bereiche auf Germeringer Flur, bei denen das schnelle Internet noch nicht angekommen ist. Es handelt sich um das Gut Wandelheim, das Wasserwerk Unterpfaffenhofen, das Schusterhäusl, den Germeringer See, das Wasserwerk Germering, eine Scheune am Aubinger weg 1, Gut Streiflach, ein Areal an der Autobahnausfahrt Germering Süd und das ehemalige Kaserengelände am südlichen Ende der Otto-Wagner-Straße.

Dieses Ergebnis einer Untersuchung durch das Seefelder Unternehmen Corwese wurde jetzt im Stadtrat präsentiert. Corwese-Mitarbeiter Günther Pichelmaier empfahl den Stadträten, einen Förderantrag für den Ausbau dieser Gebiete beim Freistaat Bayern zu beantragen. Der habe einen so genannten Höfebonus eingeführt, mit dem Kommunen, die schon einmal gefördert worden sind wie Germering vor zwei Jahren ein weiteres Mal in den Genuss von Zuwendungen kommen können. Bedingung: Es muss sich um große Flächengemeinden mit zersiedelten Strukturen handeln. Auf Germering würde dies zutreffen.

Gefördert werden so 80 Prozent der notwendigen Mittel, 20 Prozent muss die Stadt selber bezahlen. Pichelmaier rechnet mit Kosten von rund einer Million Euro für den Ausbau aller acht Gebiete. Auf die Stadt entfielen also 200 000 Euro. Allerdings müssen Pichelmair zufolge nicht alle unterversorgten Flächen ins Programm aufgenommen werden. Die Stadträte votieren deswegen dafür, den Aubinger Weg 1, das Gut Streiflach und den Bereich an der Autobahn nicht in die Liste mit aufzunehmen.

Mit der Antragsstellung ist allerdings noch nicht gewährleistet, dass der Ausbau auch tatsächlich durchgeführt wird. Pichelmaier erklärte, dass es durchaus passieren könne, dass sich kein Anbieter findet, der den Ausbau durchführt. Grund: Wenn es sich um zu wenige Anschlüsse handelt, könnten die Kosten für den Anbieter höher sein als die Einnahmen durch die verkauften Anschlüsse.

Beim Durchgehen der Liste der ausgewählten Ausbaugebiete stellte Maximilian Streicher die Frage, warum die Wasserwerke mit aufgenommen werden sollen – es handelt sich hier einerseits um das Pumpenhaus Unterpfaffenhofen zwischen Germering und Nebel und das des Wasserbeschaffungsverbandes südöstlich des Germeringer Sees. Der Anschluss des Unterpfaffenhofener Hauses ist laut Pichelmaier notwendig, um die Fernüberwachung zu optimieren. Mit angeschlossen werden soll deswegen auch der Hochbehälter bei Nebel. Das Wasserwerk Germering ist zwar ebenfalls auf der Liste geblieben. Allerdings gibt es hier noch keine Auskunft, ob der Wasserbeschaffungsverband dies auch tatsächlich wünscht.

Am Germeringer See sind zwar der Kiosk und das Wasserwachthaus schon ans Datennetz angeschlossen. Auch die Versorgung mit freiem WLAN ist schon geplant. Mit dem Anschluss ans Breitbandnetz könnte dies jetzt optimiert werden.

Die Aufnahme des Kasernengeländes in das Ausbauprogramm wurde als sehr sinnvoll betrachtet. Hier ist die Stadt auch schon in Vorleistung gegangen: Im Zuge des derzeitigen A 96-Ausbaus wurden Leerrohre unter der Autobahn verlegt.  kg

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