Betriebsausschuss Stadthalle

Schöner sitzen im Orlandosaal

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Die Stadthalle feiert nächstes Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Das Alter sieht man ihr aber nicht an. Diesen Eindruck gewannen OB Andreas Haas und die Mitglieder des Betriebsausschusses nach einem Rundgang durchs Haus.

Germering – Heike Torwächter, im Bauamt für den Unterhalt der Stadthalle zuständig, hatte für die Mitglieder des Betriebsausschusses bei einer Führung durchs Haus fast nur gute Nachrichten. Das begann schon auf dem Therese-Giehse-Platz vor dem Gebäude. Dort war nach fast 25 Jahren nicht nur die Pflasterung immer unebener geworden. Auch die Abdeckungen der Baumscheiben waren locker geworden. „Der Platz war voller Stolperschwellen,“ erklärte Torwächter.

Therese-Giehse-Platz neu gepflastert

Die großflächige Sanierung, bei der unter anderem Pflaster und Baumscheiben abgenommen und begradigt wieder eingebaut wurden, ist mittlerweile beendet. Die erneuerten Flächen erkennt man daran, dass aus den Fugen zwischen den Steinen kein Gras hervorsprießt.

Nicht sichtbar ist eine weitere Neuerung, die Christian Jonczyk, technischer Leiter der Stadthalle, erklärte: Die bisherigen Elektroverteiler, die die Stromversorgung der Hütten bei Festen ermöglichen, sind durch eine neues, wartungsfreies System ersetzt worden. Es handelt sich jetzt um mobile Verteiler, die bei Nichtgebrauch in der Stadthalle gelagert werden können.

LED-Technik spart jede Menge Geld

Im Foyer warteten mehrere Neuheiten auf die Stadträte. Zum einen präsentierte ihnen Heike Torwächter ihnen eine großformatige Medien-Säule, bei der auf einem Monitor im regelmäßigem Wechsel wichtige Nachrichten zum Programm und zur Stadthalle erscheinen. Eine eher unauffällige Neuerung sorgte für größeres Aufsehen bei den Besuchern. Die Lichtstrahler entlang der Fuge parallel zur großen Treppe sind mit neuer LED-Technik versehen worden. Der Umbau kostete zwar 10 000 Euro, erklärte die Ingenieurin. Allerdings werde mit der neuen Technik jedes Jahr 5000 Euro an Stromkosten eingespart.

Nach und nach soll deswegen Heike Torwächter zufolge die gesamte Lichttechnik im Haus umgestellt werden. Im Orlandosaal ist dies aber nicht ganz so einfach, wie Chrstian Jonczyk ergänzte. LED-Leuchten erzeugten sehr viel Wärme und müssten deswegen gekühlt werden. Übliche Kühlsysteme würden aber „winseln“. Damit würde man im Orlandosaal erhebliche Probleme bekommen. Wenn der Saal für Prüfungen vermietet worden sei, bei denen eine optimale Ausleuchtung gefordert wird, behelfe man sich mit portablen LED-Leisten, die auf das vorhandene Gestänge an der Saaldecke aufgeschraubt werden.

Neue Stühle im Orlandosaal

Unabhängig von den Lichtproblemen erstrahlt der Orlandosaal seit diesem Jahr in neuem Glanz. Die Bestuhlung wurde komplett erneuert. Die früheren blauen Sitze wurdem durch anthrazitfarbene ersetzt. Saniert wurden zudem das Parkett und der Bühnenboden. Letzteres hat sich schon positiv ausbezahlt. Wie Heike Torwächter erzählte, hat eine Putzkraft aus Versehen die Sprinkleranlage im Bühnenbereich ausgelöst. Wegen der neuen Versiegelung des Bodens habe sich der Schaden in engen Grenzen gehalten.

Nach 24 Jahren mit derselben Möblierung können sich jetzt auch die Angestellten der Stadthalle über eine Modernisierung freuen: Die Büros wurden mit neuen Möbeln ausgestattet, wobei auf ergonomische Arbeitsplätze und genügend Stauraum für Arbeitsmaterialien geachtet wurde.

Die Sanierung und Erneuerung des Hauses ist mit den jetzt vorgestellten Schritten aber noch nicht abgeschlossen. Dass seit Jahren bestehende Problem von eindringendem Regenwasser in den Eugen-Papst-Saal ist noch immer nicht gelöst. Hier soll jetzt endlich eine Abdichtung der Betonwand für Abhilfe sorgen. Weiter unklar ist aber, wie das Glasdach effektiv wasserdicht gemacht werden kann. Auch hier dringt in Teilbereichen immer wieder Wasser nach innen. Torwächter: „Das Problem kann weiterhin nicht zufriedenstellend gelöst werden.“

Die Erneuerung der WC-Anlagen im Amadeussaal, eine Optimierung der Gebäudetechnik und eine schrittweise Komplettumrüstung der Beleuchtung mit LED stehen in nächster Zeit ebenfalls an. Noch heuer soll außerdem die bestehende Leuchtschrift an der Fassade entlang der Landsberger Straße, mit der die Stadthalle auf sich aufmerksam macht, ausgetauscht und durch eine besser lesbare Schrift ersetzt werden.

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