Zu wenig Platz für zu viele Grund- und Mittelschüler: Die Kerschensteiner Schule muss innerhalb weniger Jahre zum zweiten Mal erweitert werden. 

Wegen Platzmangel 

Schulerweiterung soll 2018 starten

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Die Kerschensteiner Schule hat erhebliche Platzprobleme. An der frisch sanierten Einrichtung fehlt es an Klassenzimmern, Gruppenräumen und einer Turnhalle. Nun hat ein Architektenbüro erste Ideen zu einer möglichen Erweiterung vorgestellt.

Germering – Die Kerschensteiner Schule platzt aus allen Nähten, und das schon wieder. Die Stadt hat die Einrichtung im Zeitraum von 2010 bis 2015 erweitert und generalsaniert. Die Schule ist ausgelegt für acht Grundschul- und elf Mittelschulklassen. Doch derzeit lernen an der Theodor-Heuss-Straße acht Grundschul- und 15 Mittelschulklassen. Es fehlt Platz für vier Klassenzimmer und Gruppenräume. Zudem wird eine zusätzliche Turnhalle gebraucht. Damit steht zwei Jahre nach Abschluss der Bauarbeiten die nächste Vergrößerung an. OB Andreas Haas (CSU) sagte in der Bauausschusssitzung: „Nach der Erweiterung ist vor der Erweiterung.“

Die Schülerzahl ist in den vergangenen Jahren von 369 auf 480 unerwartet stark gestiegen. Ursache dafür sind vor allem die vielen Rückläufer aus der Realschule und dem Gymnasium, die nun die Mittelschule besuchen. Die Schulplaner von damals hatten den Zuwachs nicht vorhergesehen. 2008 und 2009 habe man damit gerechnet, dass die Schülerzahlen sinken würden, sagte Haas.

Die Regierung von Oberbayern geht von einem Bedarf von 25 Klassen aus. Wie Bauamts-Mitarbeiter Peter Obermayer berichtete, hat die Staatsregierung Flächen bis 625 Quadratmeter als förderfähig anerkannt. Hinzu kommen 150 Quadratmeter für die Schülerbetreuung der offenen Ganztagsschule sowie eine zusätzliche Turnhalle.

Das Architekturbüro Köhler, das die erste Vergrößerung übernahm, hat nun im Auftrag der Stadt das Gelände auf mögliche Erweiterungsflächen untersucht. Architekt Burkhardt Basner präsentierte im Bauausschuss mehrere Ideen: Möglich wäre es, den Flachbau aufzustocken und in den Bereich zu verlängern, wo momentan Container stehen. Eine andere Variante wäre ein zusätzliches Gebäude im südlichen Bereich an der Kerschensteiner Straße. Die Sporthalle könnte an der nördlichen oder westliche Seite angebaut werden. Wichtig sei, dass man sich mit der Schulleitung zusammensetze und ein langfristiges Konzept erarbeite, sagte Basner. Kindergartenreferentin Eike Höppner (SPD) merkte an, man sollte wegkommen von der Containerlösung. „Sonst bauen wir zweimal und haben dann wieder Container.“

Die Mitglieder des Bauausschusses beauftragten das Architektenbüro Köhler damit, einen Vorentwurf zu erstellen. Laut Basner könnte dieser im Frühsommer fertig werden. Anschließend muss der Stadtrat darüber abstimmen. Die Stadt muss das Projekt wegen seiner Größe öffentlich ausschreiben. Basner geht davon aus, dass bis Weihnachten die komplette Planung stehen könnte. Baubeginn wäre dann im Frühjahr 2018, so dass man zum Schulanfang 2018/19 fertig sein könnte, sagte der Architekt. „Das wäre die sportliche Variante.“ Haas sprach sich dafür aus, „die Maßnahme zügig durchzuführen“. Dass ab 2018 gebaut werde, sei bereits im Haushalt vorgesehen.

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