Selbst Pflegerin Franziska Maier darf Walli in ihrem Teich nicht zu nahe kommen.
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Selbst Pflegerin Franziska Maier darf Walli in ihrem Teich nicht zu nahe kommen.

Mein Tier und seine Geschichte

Schwanen-Dame Walli verteidigt ihren Pool

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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In ihrem kleinen Teich hat Walli das Sagen. Wenn die Schwanen-Dame ein Bad nimmt, halten die Gänse lieber Abstand.

Germering – Über ihre Gesellschaft scheint sich der stolze Vogel trotzdem zu freuen. Denn Walli, die jetzt im Gnadenhof auf Gut Streiflach lebt, ist ein Waisenkind – und ihr Leben hing an einem seidenen Faden.

Vor gut einem Jahr wurde Walli von einem Autofahrer gefunden. Mutterseelenallein tapste das Küken an einer Straße herum. Von der Mama oder den Geschwistern fehlte jede Spur. So landete die Schwänin im Gnadenhof. Walli war klein und krank. „Lange sah es so aus, als würden wir sie nicht durchbringen“, sagt Tierpflegerin Franziska Maier. Doch die Tierretter zogen alle Register, fütterten Walli mit der Hand und päppelten sie nach und nach auf.

Jetzt ist sie ein prächtiger Schwan. Und Zweibeiner beäugt Walli noch immer kritisch. Nicht einmal ihre Pflegerin darf ihr zu nahe kommen. Das ist aber so gewollt. „Wir haben sie bewusst nicht zahm gemacht“, sagt Maier. Denn Walli soll wieder dahin, wo sie hingehört – in die Natur. Dafür hat Franziska Maier sogar schon den passenden Ort gefunden. Am Regen in Niederbayern soll Walli im Herbst ausgewildert werden. Dort, so hofft Maier, wird das einstige Waisenkind dann eine eigene Familie gründen.

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