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In fröhlicher Runde verabschiedet wurde die bisherige Gemeindereferentin Barbara Maurus (5.v.r.) unter anderem von Pastoralreferent Christian Kube (l.), Stadtpfarrer Andreas Christian Jaster (2.v.l.) sowie von Mitgliedern von Pfarrbüro und Pfarrgemeinderat. 

St. Cäcilia

Seelsorgerin verlässt die Stadtkirche

Den Schritt ins große Ganze der katholischen Stadtkirche ist Barbara Maurus mitgegangen. Und doch war ihr auch das heimatliche Gefühl, das eine einzelne Pfarrei vermittelt, wichtig. In St. Cäcilia wurde die Gemeindereferentin nun verabschiedet.

Germering – Bei ihrer Aussendung vor über zehn Jahren hat Barbara Maurus vom damaligen Kardinal Friedrich Wetter Folgendes mit auf den Weg bekommen: „Lass die Menschen spüren, dass die Botschaft froh und lebendig ist.“ Das habe sie auch immer versucht umzusetzen, als sie 2010 in Germering ankam – im überschaubaren Kosmos der damals noch vollkommen eigenständigen Pfarrei St. Cäcilia, die freilich schon der Bildung der Stadtkirche entgegensah.

Dieser Prozess sei für alle Seelsorger eine Herausforderung gewesen, so Maurus in ihrer letzten Predigt in St. Cäcilia. „Auch für mich war es ein Spagat, zu vermitteln zwischen dem Mehrwert einer Stadtkirche und der Eigenständigkeit der einzelnen Pfarrei.“ Es tue ihr leid um die, die diesen Weg nicht mitgehen konnten oder wollten.

Mit der gleichen Ruhe erinnerte sich Maurus daran, dass Widerstand ebenso aus einer anderen Richtung kam. „Es hat für mich auch Momente der Enttäuschung gegeben.“ Gemeindemitglieder hätten sie durchaus spüren lassen, dass sie ohne Pfarrer eine Leere im Leben der Gemeinde empfinden würden. Dem stellte sie die positiven Erfahrungen, die sie mit den Entwicklungen innerhalb der Stadtkirche gemacht hatte, entgegen. Als ein besonders starkes Symbol der Gemeinsamkeit habe sie die Gründonnerstage empfunden, an denen stets die Ministranten aller Pfarreien der Stadt zusammengekommen seien. Daher richtete sie auch die Bitte an die Gläubigen: „Ich möchte Sie einladen, den Blick nicht mehr nach hinten zu richten.“

Darauf eingehend mahnte Stadtpfarrer Andreas Christian Jaster: „Viele wollen den Wandel in der Kirche. Aber wenn dort eine Frau mitgestaltet, wird daraus ein Problem.“ Dabei sei St. Cäcilia allein durch seine Namenspatronin in bestem Sinn weiblich geprägt. Maurus habe es jedoch mit ihrer einfühlsamen Art geschafft, Skeptiker zu überzeugen. „Die Menschen haben gespürt, dass sie ihnen eine Heimat im Glauben geben will“, so Jaster über die Gemeindereferentin Maurus. Auch deren gute Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung hob der Stadtpfarrer bei der Verabschiedung noch einmal hervor.

Vor ihrer Tätigkeit in Germering hatte Maurus in Puchheim und Esting ebenfalls als Gemeindereferentin gewirkt. Nun wechselt sie in die Pfarrei Leiden Christi in Obermenzing. Dort wird sie sich um Senioren, Trauernde und den sozialen Bereich kümmern. Die Pfarrei gehört zum Pfarrverband Menzing und wird von Ulrich Bach geleitet, der bis zum Vorjahr in Puchheim tätig war. (hk)

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