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Der Beirat setzt sich für den Umweltschutz ein.

Germering

Seit 35 Jahren im Einsatz für die Umwelt

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Der Umweltbeirat hat sein 35-jähriges Bestehen mit einer Feier im Café Zenja begangen. Mitglied Hans-Jürgen Gulder präsentierte eine Festschrift, die es auch im Internet gibt. Zweiter Bürgermeister Wolfgang Andre ehrte langjährige Mitglieder mit einem Weihnachtspäckchen.

Germering – Am 13. Dezember 1984, also fast auf den Tag genau vor 35 Jahren hat der Umweltbeirat zum ersten Mal im Rathaus getagt. Seitdem hat er sich mit insgesamt 115 Mitgliedern unter sieben Vorsitzenden in 303 Sitzungen mit den verschiedensten Themen aus den Bereichen Umwelt- und Naturschutz beschäftigt. Hans-Jürgen Gulder brachte dies den Mitgliedern und Gästen im Café Zenja mit einer humorvollen und pointierten Festrede näher. In ausführlicher Form hat Gulder die Bilanz des Beirats nach 35 Jahren in einer Festschrift veröffentlicht, die auch mit Unterstützung des Münchner Merkur/Fürstenfeldbrucker Tagblatts und dessen umfangreichen Archiv entstanden ist.

Die Themen, die der Beirat in 35 Jahren beackerte, waren einerseits sehr der jeweilige Zeit verhaftet. Ganz zu Anfang beispielsweise standen Fragen der Müllvermeidung im Mittelpunkt – im Landkreis wurde damals über ein neues Müllkonzept diskutiert. Der erste Antrag des Beirats an den Stadtrat galt dem Thema und auch der erste von insgesamt mittlerweile 23 Arbeitskreisen beschäftigte sich mit der Abfallproblematik.

Immer wieder und bis heute eine große Rolle spielte laut Gulder, bis zu seiner Pensionierung Leiter des Brucker Forstamtes, das Thema Wald und Baumschutz. Er erinnerte beispielhaft an den erfolgreichen Kampf des Beirats gegen die Abholzung von Bannwald an der Spange für den geplanten Bau der Druckerei Dinauer.

Vorreiter und Visionär

Auch der Bereich Radverkehr hat Gulder zufolge von Anfang an eine große Rolle in der Beiratsarbeit gespielt. Das Gremium sei dabei schon immer Vorreiter und Visionär gewesen. Dass sich beim Radverkehr jetzt etwas bewege und der Stadtrat die Eisenbahn- und Südendstraße zur Fahrradstraße umwidmen wolle, freue ihn unglaublich.

Die Leitlinien zum Klimaschutz, die der Beirat schon vor 15 Jahren erarbeitet hat, machten Gulder nicht weniger stolz: „Das war wohl unsrer größter Wurf.“ Die Leitlinien seien bis heute uneingeschränkt gültig. Sie sind auf der städtischen Internetseite verewigt.

Unter den geladenen Ehrengästen der Feier war, neben Alt-OB Peter Braun, Umweltreferentin Angelika Kropp-Dürr, Zweiter Bürgermeister Wolfgang Andre sowie den früheren Vorsitzenden Eduard Sammiller und Monika Greczmiel, auch Ex-Stadtrat Jürgen Wrede. Der sei nicht nur als Umweltreferent immer das 19. Mitglied des 18-köpfigen Beirats gewesen, meinte Gulder und fügte an: „Es wäre einmal an der Zeit, jemanden, der sich so für Umwelt- und Klimaschutz einsetzt, zum Ehrenbürger zu ernennen.“

Zweiter Bürgermeister Andre, er vertrat den erkrankten OB Andreas Haas, meinte nach Gulders Vortrag, jetzt wisse man wieder, was der Beirat alles leistet. Darauf könne man stolz sein. Mit einer kleinen Bescherung – jeder der anwesenden Mitglieder erhielt ein weihnachtlich verpacktes Geschenk, das je nach Dauer des Dabeiseins unterschiedlich groß war – beendete er den offiziellen Teil der Feier.

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