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Das Jubiläum ihres Horts feierten die Kinder unter anderem mit einer einstudierten Hip-Hop-Vorführung.

Kinderhort feiert Geburtstag

Seit zehn Jahren geht es rund im „Wirbelwind“

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Einen Notizzettel oder gar eine Erinnerungsfunktion im Smartphone braucht OB Andreas Haas nicht. Der Rathaus-Chef weiß genau, wie lange der Hort der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Wittelsbacherstraße besteht. Frisch gewählt, musste er sich mit einem kapitalen Wasserschaden in der Einrichtung befassen. „Beim Wasserschaden war ich gerade erst im Amt“, sagte das Stadtoberhaupt bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Hortes.

Der „Wirbelwind“ genannte Hort, der aus einem Schülertreff mit 25 Kindern an der Mittelschule entstanden war, war damals unter der Trägerschaft des AWO-Bezirksverbandes gerade erst neu eingezogen. OB wie Hort meisterten die Situation, doch passte der Vorfall recht gut zum Namen – schließlich wirbelte er einiges durcheinander.

„Er passt perfekt und spiegelt die Lebendigkeit wider“, sagte auch die Elternbeirats-Vorsitzende Sabine Krause. Doch so einfach war das damals nicht, wie sich die Hortleiterin Martina Matern erinnerte. Denn bereits 2008 wurden die Kinder in Entscheidungen einbezogen, also auch bei der Namensgebung für den „Wirbelwind“. Noch heute muss Matern schmunzeln, wenn sie an einen der Vorschläge denkt. „Wir hatten reichlich Erklärungsnot, warum wir für uns nicht Freudenhaus als Namen nehmen konnten.“

Die Kinderkonferenzen hat man beibehalten, das Angebot wurde stetig ausgebaut. Ein Schwimmkurs gehört heute zum Standard. Das Projekt „Hip-Hop“, das Praktikant Fabio Zanadelli betreut, fällt zwar nicht in diese Kategorie. „Aber die Lebendigkeit zeigt es schon, die bei uns herrscht“, findet Matern. Ideal sei zudem, dass mit Zanadelli auch ein junger Mann den Weg in das Betreuerteam gefunden habe. „Wir finden es prima, die Eltern auch und die Kinder sind ganz begeistert“, so Matern.

Auch Gisela Davis hat diese und andere Entwicklungen die ganzen zehn Jahren direkt mitverfolgt und erlebt. Sie unterstützt die Hortmitarbeiter ehrenamtlich in der Hausaufgabenbetreuung. „Ich habe keine einzige Minute bereut, die Kinder geben so viel an Dankbarkeit zurück“, sagt Divis. Es sei zudem immer wieder interessant, welche Entwicklung die Mädchen und Buben von der ersten bis zur vierten, fünften Klasse nähmen.

50 Kinder zwischen sechs und elf Jahren sind es derzeit, die im „Wirbelwind“ betreut werden. Der steht mittlerweile unter der Trägerschaft des AWO-Ortsverbandes, wie dessen Geschäftsführerin Saskia Schon betonte.

Demnächst werden sie auch noch ganz offiziell ein Namensschild mit Logo an den Eingangsbereich bekommen, kündigte OB Haas an. Man habe prüfen müssen, ob der „Wirbelwind“ geschützt sei, ergänzte Leiterin Matern. Kein neues Problem in Germering. Vor etwa einem Jahr hatte das Jugendzentrum seinen damaligen Namen „Outback“ aus markenrechtlichen Gründen ablegen müssen.

Die Kinder im „Wirbelwind“ feiern davon unberührt den zehnten Geburtstag „ihres“ Horts. Und wie es sich für ein Jubiläum gehört, haben sie noch einen Wunsch. Nach dem Wasser von 2008 soll 2018 nun die Hitze draußen bleiben – durch einen Sonnenschutz.

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