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Die Kegelgruppe für Senioren ist eines der Angebote, das der Sozialdienst für ältere Mitbürger bereit hält. Die Gruppe trifft sich regelmäßig im Pfarrheim von St. Cäcilia. 

Sozialausschuss

Senioren fühlen sich in Germering wohl

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Die älteren Germeringer fühlen sich wohl in ihrer Stadt. Das ist das wichtigste Ergebnis einer groß angelegten Befragung, die die Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung durchgeführt hat. Sabine Wenng präsentierte die Ergebnisse.

Germering – Angeregt von Sozialreferent Herbert Sedlmeier (CSU) hatten Wenng und ihre Mitstreiter im Vorjahr mit der „Quartiersbezogenen Bürgerbefragung“ der älteren Germeringer begonnen. Aufgeschlüsselt auf sieben Stadtgebiete plus Nebel wurden alle über 60-Jährigen zu den Themen Wohnen, Nahversorgung, Freizeit- und Aktivangebote sowie Hilfe im Alltag befragt.

Angeschrieben wurden zufällig ausgewählte 50 Prozent der 10 900 Germeringer, die älter als 60 Jahre sind. Die Rücklauf-Quote bezeichnete Wenng als „sensationell“. Immerhin 42,5 Prozent füllten den sechsseitigen Fragebogen aus. Alleine das zeige schon die Verbundenheit der älteren Germeringer mit ihrer Stadt.

Der Hit: Betreutes Wohnen zu Hause

Beim Thema „Wohnen im Alter“ haben sich Wenng zufolge zwei erstaunliche Erkenntnisse ergeben. Immerhin 28 Prozent der Befragten könnten sich demnach vorstellen, aus Altersgründen noch einmal umzuziehen. Das sind umgerechnet 3000 Personen. Als Umzugsgrund wird dabei meistens der zunehmende Unterstützungsbedarf genannt.

Um so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben zu können, würde die Hälfte der Senioren auf das Angebot „Betreutes Wohnen zu Hause“ zurückgreifen, das der Sozialdienst etabliert hat. Eine solche Zustimmung für diese Wohnform geben es in keiner anderen Gemeinde in Bayern, erklärte Sabine Wenng: „Das spricht für den Sozialdienst.“

Ausbaufähig ist laut Wenng dagegen ein Wunsch, den nicht ganz so viele geäußert haben: „Wohnen für Hilfe“. Damit ist ein Modell gemeint, dass Studenten Wohnraum geboten wird und diese im Gegenzug im Haushalt oder Garten helfen. In München-Neuhausen gebe es ein solches Projekt, es funktioniere sehr gut, erzählte Wenng.

Verbesserung des Busverkehrs

Ein Megathema der Befragung war Wenng zufolge die Frage der Mobilität. Zwar gab eine große Mehrheit an, dass wichtige Orte in der Stadt für sie gut erreichbar seien. Aber dennoch wurde die Verbesserung der Busverbindungen vor allem in den Randzeiten, also am frühen Morgen und späten Abend häufig gewünscht. Eine Verbesserung der Bus-Anbindung von Harthaus spelte ebenfalls ein große Rolle.

Treffpunkte und Freizeitangebote

Die Möglichkeit für ältere Menschen, sich zu treffen und Kontakte zu pflegen, wird von den Befragten insgesamt sehr positiv gesehen. Wichtig sei das Ergebnis, dass der öffentliche Raum eine große Rolle bei Kontakten spiele: „Viele treffen sich auf der Straße und beim Einkaufen.“ Sie sollte man Wenng zufolge zum Anlass nehmen, und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums anstreben.

Bei den Freizeitangeboten für Senioren spielt die Volkshochschule eine große Rolle: Jeder zweite nutzt deren Angebote. Mindestens ebenso wichtig sind für die älteren Germeringer aber auch Fitness-Studios, Schwimmen und Wassergymnastik sowie die speziellen Sportangebote für Ältere wie das Seniorenkegeln des Sozialdienstes.

Beratung und Hilfsangebote

Der Sozialdienst hat bei den abgefragten Anlauf- und Beratungsstellen den höchsten Bekanntheitsgrad: 72 Prozent der älteren Germeringer kennen die Angebote, 38 Prozent nutzen sie auch. Fast genauso bekannt ist das Portfolio der Germeringer Insel (65/25 Prozent). Es folgen das Mehrgenerationenhaus (53/16) und der Seniorenbeirat (32/acht). Fast unbekannt ist dagegen die Fachberatung im Landratsamt: 5,5 Prozent der Befragten wissen, das es sie gibt, 2,2 Prozent nutzen das Angebot. Immerhin beurteilt eine große Mehrheit der Befragten das Beratungsangebot als ausreichend – viele trauten sich hier aber kein Urteil zu.

Sozialreferent Herbert Sedlmeier meinte, das die Ergebnisse seine Einschätzungen bestätigt haben: „Die Menschen sind zufrieden.“ Germering habe die vergangenen 27 Jahre, damals wurde ebenfalls von Wenng der Altenplan der Stadt erstellt, nicht geschlafen. Auch diese Untersuchung werde nicht in der Schublade verschwinden.

Im Internet

Die 104 Seiten starke Untersuchung kann auf www.germerig.de eingesehen und heruntergeladen werden. Zu finden ist sie unter „Sitzungskalender“ auf der Tagesordnung des Sozialausschusses.

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