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Aus dem Gerichtssaal

Sex mit Zwölfjähriger: Angeklagter muss vier Wochen hinter Gitter

Germering – Das Amtsgericht München hat jetzt einen 18-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern nach dem Jugendstrafrecht zu vier Wochen Dauerarrest verurteilt. Der junge Mann, der sich erst seit wenigen Monaten in Deutschland aufhielt, hatte Geschlechtsverkehr mit einer Zwölfjährigen.

Zu der Tat kam es Anfang April dieses Jahres in der Wohnung von gemeinsamen Bekannten in Germering. Dort konsumierten der 18-Jährige und das zwölf Jahre alte Mädchen gemeinsam Alkohol. Nachdem die gemeinsamen Bekannten ins Bett gegangen waren, blieben die beiden alleine im Wohnzimmer zurück. Dabei kam es zu dem sexuellen Missbrauch.

Das Mädchen erstattete später Anzeige wegen Vergewaltigung. Sie machte bei den anschließenden Vernehmungen aber nur vage Angaben hierzu, so dass deswegen keine Anklage erhoben wurde und der junge Mann sich vor Gericht nur wegen schweren sexuellen Missbrauchs verantworten musste.

Der Verurteilte gab in der Verhandlung vor dem Amtsgericht München zu, dass er mit dem Mädchen Geschlechtsverkehr hatte und das Alter des Mädchens zum damaligen Zeitpunkt kannte. Eine der gemeinsamen Bekannten, die in der Wohnung lebten, hatte ihm nach seinen Angaben das Alter mitgeteilt.

„Die Beweislage hierzu war schwierig, sodass das Geständnis dem Angeklagten hoch anzurechnen war“, hieß es in der Urteilsbegründung. Der zuständige Richter wertete zu Gunsten des verurteilten jungen Mannes, dass das Mädchen offenkundig freiwillig mitgemacht hatte und nach der Straftat weiterhin Kontakt zu dem Verurteilten hielt.

„Wir haben uns ein paar Tage danach ab und zu mal getroffen“, erzählte der Angeklagte vor Gericht. Er habe von ihr Meldungen bekommen, dass sie sich treffen sollen. Obwohl sie nur befreundet waren, hatte der Angeklagte den Eindruck, dass das Mädchen in ihn verliebt ist.

„Ebenfalls war zu sehen, dass die Geschädigte, die bis vor kurzem in einer Pflegefamilie untergebracht war, gegenüber vergleichbaren zwölfjährigen Mädchen bereits weitergehende Lebenserfahrung gesammelt hatte und vermutlich bereits zuvor Geschlechtsverkehr ausgeübt hatte“, hieß es in den Ausführungen zum Urteil weiter. 

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