Rückruf: Hersteller warnt vor Alltags-Gewürz - Verzehr kann schädlich sein

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Sie haben vor einem Jahr die Kreuzbund-Gruppe gegründet: Karin Kainz und Hermann Bernreiter.

Germering

Sie bieten Alkoholkranken eine Anlaufstelle

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Vor einem Jahr haben Karin Kainz und Hermann Bernreiter eine Selbsthilfegruppe des Kreuzbundes für Angehörige und Freunde alkoholkranker Menschen gegründet.

Germering -  Sie wird seitdem einmal in der Woche angeboten. Im Gespräch mit dem Münchner Merkur berichtet Karin Kainz, was seitdem geschehen ist.

Frau Kainz, vor einem Jahr haben wir darüber berichtet, dass Sie und Herr Bernreiter eine neue Kreuzbund-Gruppe für Germering etablieren wollen. Wie hat sich das entwickelt?

Die neue Gruppe, eigentlich derzeit nur ein Gesprächskreis, weil wir noch keine eigenständige Gruppe sind und noch zur Gruppe Don Bosco I gehören, hat sich mittlerweile sehr positiv entwickelt und ist anfangs zwar sehr zögerlich aber inzwischen mehr als gut angenommen worden. Nach wie vor ist die Hemmschwelle für Angehörige noch sehr groß sich hier Hilfe zu suchen, weil sie sich ja oft gar nicht trauen, dieses Problem in ihren Augen öffentlich zu machen.

Wann finden die Treffen statt und wie viele Menschen kommen da durchschnittlich?

Unsere Treffen finden wöchentlich statt und es kommen derzeit regelmäßig zwischen sechs und 13 Angehörige zu uns in die Gruppe.

Wie verlaufen die Gesprächsabende? Sind Sie und die Besucher zufrieden?

Nach einer herzlichen Begrüßung wird eine kleine Befindlichkeitsrunde gestartet, in der jeder der mag berichten kann, wie es ihm oder ihr in der letzten Woche ergangen ist, ob es etwas Negatives oder etwas Positives zu berichten gibt. Anschließend fragen wir Gruppenmitglieder, ob sie uns noch mehr von einem Problem erzählen mögen, das eventuell schon in der Einführungsrunde zur Sprache gekommen ist. Jeder der mag, kann dazu Fragen stellen oder auch von eigenen Erfahrungen und Lösungsmöglichkeiten aus dem eigenen Leben dazu berichten. Die Zeit vergeht dabei immer sehr schnell. Wir bekommen oft ein wirklich positives Feedback, dass die Angehörigen froh sind, gekommen zu sein, weil sie jetzt sehen, dass sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht ganz allein stehen und es keinen Grund gibt sich deshalb ständig selbst Vorwürfe zu machen. Es gibt natürlich auch mal die Bemerkung „Ich musste überlegen, ob ich heute komme, weil ich ja zu meinen eigenen Sorgen dann auch noch höre, wie schlecht es den anderen geht“. Wir versuchen auch jede Gruppenstunde mit einem guten Schluss zu beenden, der den Teilnehmern ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Für Hermann Bernreiter und mich sind diese Abende sehr bereichernd.

Wie geht es weiter? Gibt es Neuerungen?

Für Januar ist geplant, eine Psychologin oder Psychiaterin zu einem Vortrag in die Gruppe einzuladen, die uns mehr Informationen geben kann, wie man sich als Angehöriger gut verhalten kann, um den Kranken dazu zu bringen, sich Hilfe zu suchen.

Interview: Klaus Greif

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