Die treibende Kraft hinter dem Projekt war der 15-jährige Jakob Sunderer (Mitte). Tatkräftig unterstützt wurde er von seinen Eltern Annette Sunderer (links) und Tobias Henkel (rechts).
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Die treibende Kraft hinter dem Projekt war der 15-jährige Jakob Sunderer (Mitte). Tatkräftig unterstützt wurde er von seinen Eltern Annette Sunderer (links) und Tobias Henkel (rechts).

Germering

Sie erweckten die Ostergeschichte zum Leben

  • vonHans Kürzl
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Nachdenken und an Ostern innehalten – ein bewusst schlicht gehaltener Stationenweg lud dazu zwischen Samstag und Ostermontag ein. Eine Germeringer Familie hatte die Idee dazu.

Germering – Auch wenn es nur kleine Holzfiguren sind, mit denen die Familie Sunderer/Henkel die Auferstehung Jesu in ihrem Garten dargestellt hat. Die Geheimnis der Osterzeit wird durchaus greifbar, wenn man nur etwas innehält, um die Szene zu betrachten. Genau das wollte Jakob Sunderer erreichen. „Nicht hetzen und hasten“, sagt der 15-Jährige, der maßgeblich an der Idee hinter dem Stationenweg un der Ausführung beteiligt war.

Vier der sechs Stationen, die chronologisch entsprechend der Osterwoche aufgebaut sind, liegen unmittelbar an Gehsteigen. Wer da vorübergeht, sieht schon mal automatisch hin. Für die erste Station muss man in den Innenhof der St. Martin-Kirche. Dort sind hinter einem Fenster neben dem Eingang zur Sakristei Playmobilfiguren aufgebaut, die den Einzug Jesu in Jerusalem darstellen. Zur Station der Sunderers und Henkels führt ein Verbindungsweg zwischen zwei Parallelstraßen.

Nachbar Jürgen Gabel hat am Samstag die meisten Stationen schon gesehen. „Ich finde sie gut gestaltet.“ Auch die Texte seien ansprechend gewesen. Ganz im Sinne der Initiatoren. „Wer sich wegen den Gottesdiensten und Corina unsicher war, konnte so wenigstens ein paar gute Gedanken zum Osterfest einsammeln“, erklärte Annette Sunderer, die Mutter von Jakob. Für andere sei es eine zusätzliche Ergänzung gewesen. „Oder ein guter Spaziergang mit der Familie.“ Sunderer berichtet, sie habe viele Leute mit Familie wahrgenommen.

Die Mühe hat sich also gelohnt – und ebenso die vielen Gedanken, die sich der 15-jährige Jakob Sunderer um die Idee gemacht hat, die die Familie aus dem Weihnachtsurlaub bei den Großeltern im Schwarzwald mitbrachte. „Dort hatten Erstkommunionkinder etwas Ähnliches zu dem Fest organisiert“, erzählt Jakob, der selbst evangelischer Christ ist,

Kaum wieder in Germering angekommen, fragte man bei der Stadtkirche nach. Pfarrer Andreas Christian Jaster als Leiter der Stadtkirche stieg sofort begeistert auf die Idee ein. Das Pfarrbüro von St. Martin leistete logistische und tatkräftige Hilfe, etwa mit dem Laminieren der Hinweistafeln.

Blieb für das Familientrio nur noch die Ausgestaltung ihrer Station – trotzdem noch eine Menge Arbeit: „Wir haben da schon gut drei Nachmittage drangegeben“, berichtete Jakobs Vater Tobias Henkel. Hauptschwierigkeit dabei war, das gesamte Arrangement einschließlich der Mäntel wetter- und vor allem windfest anzubringen.

„Wir haben das gut geschafft“, sagt Henkel. Ob man den Stationenweg nächstes Jahr wiederholen werde, wisse man noch nicht, so Henkel. Das müsse man organisatorisch absprechen. „Wir können es uns aber gut vorstellen, dass wir es wieder machen.“ Immerhin sei die Resonanz positiv ausgefallen.

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