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Auszeichnung für Eugen-Papst-Schule: Eine der besten Schülerzeitungen Bayerns

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Zeigen stolz ihre ausgezeichneten „Meisterstücke“ (v.l.): Andrea Ruoff, Lara Storm, Pailin Mederer, Angelique Landauer und Fatjona Smajli. Die Schülerzeitung gehört zu den besten in Bayern.
Zeigen stolz ihre ausgezeichneten „Meisterstücke“ (v.l.): Andrea Ruoff, Lara Storm, Pailin Mederer, Angelique Landauer und Fatjona Smajli. Die Schülerzeitung gehört zu den besten in Bayern. © Eugen-Papst-Schule

Mitten in der Pandemie hat die Eugen-Papst-Schule in Germering einen Erfolg zu verzeichnen.

Germering – In Zeiten von Distanzunterricht haben Lara Storm, Pailin Mederer, Angelique Landauer und Fatjona Smajli mit Lehrerin Andrea Ruoff eine Schülerzeitung kreiert, die so gut geworden ist, dass sie beim Wettbewerb „Blattmacher“ als eine der besten in Bayern gewürdigt wird. Entworfen wurde die Zeitung „Meisterstücke – Ein vogelwilder Schülerzeitungs-Mix“ von der Schülerübungsfirma „Paparazzi“. Gemeinsam mit der Lehrerin und Sonderpädagogin für Verhaltensstörung, Andrea Ruoff, haben die Schülerinnen der 7. und 8. Klasse das Projekt entwickelt und in die Tat umgesetzt. Ziel war es, die Zeitung mit Beiträgen von Mitgliedern der gesamten Schulfamilie des Sonderpädagogischen Förderzentrums zu füllen.

Im Lockdown

Dabei wurden die jungen Redakteurinnen und ihre betreuende Lehrkraft ein ums andere Mal vor große Herausforderungen gestellt, die sie aber gemeinsam meistern konnten. „Wir saßen im Lockdown und haben keine Beiträge bekommen. Für Förderschüler ist es nicht so einfach, selbstständig von zuhause aus zu arbeiten“, erklärt Ruoff. Das Projekt wurde deshalb sogar fast aufgegeben.

Letztendlich haben aber doch viele Schüler und Lehrer Beiträge abgegeben, und so kamen am Ende die Meisterstücke heraus, die nun als eine der besten Schülerzeitungen Bayerns des Schuljahr 2020/21 ausgezeichnet wurde. „Wir haben tatsächlich kurzerhand alle Beiträge genommen, die wir bekamen“, erklärt Andrea Ruoff den Namen der Zeitung. Das Ergebnis ist eine 50-seitige Zusammenstellung aus Geschichten, Lehrer-Interviews, Comics und Mal-Beiträgen.

„Das Prinzip ist, dass es eigentlich nicht viel Konzept gibt“, sagt die Lehrerin. Während beispielsweise die Klasse 2a über den Schulhund „Otto“ schreibt, haben sich die Siebt- und Achtklässler mit Comiczeichnungen künstlerisch verwirklicht. Wiederum andere Schüler haben die Länder vorgestellt, aus denen sie stammen.

Die Zeitung sei so gestaltet worden, dass für jeden etwas dabei ist, fasst Direktorin Gabriele Pfob das Projekt zusammen. Wenn es nach ihr geht, war das nicht die letzte Ausgabe: „Die Zeitung wird von allen mit Begeisterung gelesen. Die Schüler, die sich in der Zeitung wiederfinden, sind unglaublich stolz. Nach diesem Erfolg wäre es schön, wenn es eine weitere Auflage gibt.“

Ähnlich blickt Andrea Ruoff auf den Prozess und das Endprodukt zurück. „Ich bin stolz wie Bolle. Die ganze Schulfamilie ist glücklich“, sagt sie.

Hilfe des Fördervereins

Für Ruoff gleicht die Entstehung der Zeitung in Pandemiezeiten einem Wunder, das wahr geworden ist. Hilfreich war dabei auch die Unterstützung des Fördervereins der Schule. Dieser ist in Vorkasse gegangen, um das Projekt zu realisieren. Durch den Verkauf der Zeitung für drei Euro, beziehungsweise 1,50 Euro für Kinder, konnte aber ein Großteil des Geldes wieder zurückgegeben werden.

Mit der Zeitung nehmen die Protagonistinnen nun an der coronabedingt nur online stattfindenden Ehrung der bayerischen Landessieger am Freitag, 3. Dezember, teil. Eine Jury aus Vertretern des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der Süddeutschen Zeitung und weiterer Kooperationspartner hat die Eugen-Papst-Schule ausgewählt. Außerdem sind die Schülerinnen dadurch für den bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb der Länder qualifiziert und können dort womöglich einen noch größeren Erfolg verbuchen. Wenn es gut läuft, war es nicht die letzte Ehrung für die Schülerzeitungsredaktion „Paparazzi“. (VON CHRISTOPH RIEGEL)

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