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Die Malerinnen (v. l.) Hildegard Jacobs, Birgit Fischer, Roswitha Kulbach und Brigitte Bornemann, planen für ihre nächste Ausstellung die Hängung ihrer Werke. Seit zehn Jahren treffen sie sich im Rahmen ihrer Diskussionswerkstatt zum künstlerischen Erfahrungsaustaus ch. 

Jubiläum

Sie machen Kunst und reden darüber

Die Diskussionswerkstatt für Malerinnen feiert Geburtstag. Vor zehn Jahren wurde die Gruppe im Rahmen der Germeringer Fraueninitiative (GeFI) gegründet. Seitdem kommen Künstlerinnen einmal monatlich zum Erfahrungsaustausch zusammen.

Germering – „Diese Treffen bieten uns die Gelegenheit, eigene Werke, auch solche, die noch unfertig sind, zur Diskussion zu stellen“, sagt Hildegard Jacobs. Gemeinsam mit Birgit Fischer, Brigitte Bornemann und Roswitha Kulbach zählt sie zum harten Kern der Runde. Jeweils eine von ihnen bereitet ein Thema vor den Treffen vor und alle sind aufgefordert, etwas dazu beizutragen.

„Wir erörtern gestalterische oder technische Fragen und schauen uns auch Beispiele bekannter Künstler an“, erklärt Fischer die Herangehensweise. Derzeit befinden sie sich in der Planungsendphase für die Jubiläums-Ausstellung in der Stadtbibliothek. Es ist ihre fünfte gemeinsame Werkschau. Die Frauen im Alter von 52 bis 78 Jahren feiern damit gleichzeitig das zehnjährige Bestehen der Diskussionswerkstatt.

Birgit Fischer befasst sich mit einer relativ unbekannten und alten Technik, der Enkaustik. „Ich male mit heißem Wachs das ich selbst zubereite und mit Pigmenten vermische“, erklärt die 52-Jährige. In ihrer Hexenküche, wie sie es nennt, kommen Pinsel und Heißluftföhn zum Einsatz, viele ihrer Werke malt sie nicht nur auf spezielles Papier, sondern auch auf Holz.

Hildegard Jacobs’ Begeisterung für die Kunst begleitet sie schon seit der Kindheit. „Ich versuche mich in unterschiedlichsten Techniken, von konkret bis abstrakt – in letzter Zeit faszinieren mich vor allem Zeichnungen“, sagt Jacobs, die sich beim Schaffen ihrer Bilder oft von Geschichten oder Gedichten inspirieren lässt.

Brigitte Bornemann hat sich hingegen sehr der Natur verschrieben. „Ich brauche immer etwas Konkretes, dem ich mich intensiv widme, wie zum Beispiel ein Stück Baumrinde“, verrät die Münchnerin, die durch eine Freundin auf die Germeringer Gruppe aufmerksam wurde.

Roswitha Kulbach betrieb früher ein Porzellangeschäft in Gräfelfing und kam über das filigrane Bemalen von Ostereiern zur Kunst. Wobei: „Ich bezeichne mich nicht als Künstlerin aber ich beschäftige mich seit rund 20 Jahren sehr intensiv mit der Malerei und probiere mich derzeit auch in der Enkaustik“, verrät die 78-Jährige. In der Ausstellung will sie ihre malerische Entwicklung aufzeigen.

Vor zehn Jahren stellten sich die Frauen dem doch etwas angstbesetzten Thema, ihre Werke zur Diskussion zu stellen. „Wir klärten gleich in den ersten Treffen, wie wir miteinander umgehen wollen: nämlich ehrlich und respektvoll und es hat sich bewiesen, dass das eine sehr gute Basis ist“, sind sich die vier Frauen einig. Und immer wieder sind sie aufs Neue erstaunt, was die anderen in ihren Bildern sehen und wie fruchtbar sich die anschließenden Diskussionen gestalten. Wer da mitmachen will, soll sich bei Hildegard Jacobs unter Telefon (089) 8 41 16 96 melden. (Angi Kiener)

Termin

Die Jubiläumsausstellung wird am Freitag, 2. Februar, um 20 Uhr, in der Stadtbibliothek eröffnet. Die Werke sind bis einschließlich 28. Februar zu sehen.

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