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Germering

Sie sorgen für Sicherheit beim Stadtlauf

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Knapp 600 Teilnehmer haben den 24. Germeringer Stadtlauf zu einem großen Ereignis gemacht. Rund 100 Helfer an der Strecke sorgten dafür, dass alles reibungslos ablief.

GermeringNur ruhig dagestanden und immer wieder Läufer gewissermaßen durchgewunken hat Victor Pfaffenzeller nicht. „Ich habe Zuschauer schon ansprechen und bitten müssen, zu warten.“ Warten mussten sie, bis die Läufer den Streckenabschnitt passiert hatten. Einige wenige, die trotzdem vor lauter Ungeduld weitergingen, mahnte Pfaffenzeller: „Sie machen das auf eigene Gefahr.“ Kollisionen mit plötzlich auftauchenden Teilnehmern seien nie ganz auszuschließen. Zum dritten Mal hat Pfaffenzeller als Streckenhelfer am Stadtlauf teilgenommen und für Ruhe an der Strecke gesorgt. „Ich bin zwar nicht im Verein, aber ich will ihn unterstützen“, sagt Pfaffenzeller über den ausrichtenden SV Germering.

Stamm an Helfern

Der kann auf einen guten Stamm an Helfern zurückgreifen. Eltern teilnehmender Jugendlicher sind darunter, auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Germering. „Groß auf Suche, wer beim Stadtlauf helfen will, müssen wir nicht gehen“, bestätigt Gerhard Maurer, der Leichtathletik--Abteilungsleiter des SV Germering, das große Engagement innerhalb des Verein und der Abteilung. Viele seien seit Jahren dabei. „Auf die Leute kann man sich verlassen“, so Maurer.

Immerhin sei mit dem ehrenamtlichen Job an der Laufstrecke auch Verantwortung verbunden – vor allem, wenn es gilt, auf den Straßen für Sicherheit zu sorgen. Deswegen muss jeder Posten an der Strecke ein Mindestalter von 18 Jahren haben. Direkte rechtliche Befugnisse haben die Helfer zwar nicht, aber die Zusammenarbeit des SVG mit der Polizei ist sehr eng. So sei ein reibungsloser Verlauf des Germeringer Stadtlaufs nach menschlichem Ermessen gewährleistet. Je nach Streckenlänge ist die Zahl der eingesetzten Helfer unterschiedlich. Bei den fünf Kilometern sind es 34 Posten, bei den zehn dann fast doppelt so viel, beim Juniorlauf über 2,2 Kilometer reichen erneut zehn aus.

Auf zum Schluss-Spurt

Mit Joseph Kraus sorgt einer von ihnen dafür, dass auch im Stadion selbst alles in die richtige Bahn geht – im wahrsten Sinne des Wortes. Für den Start und den Zieleinlauf verschiebt er die Streckenmarkierungen so, dass die Läuferinnen und Läufer auf dem richtigen Weg aus dem Stadion herauskommen und auf der richtigen Bahn zum Schlussspurt ansetzen können. Kraus ist Mitglied der Leichtathletikabteilung des SV Germering und seit 25 Jahren Kampfrichter. „Da weiß man, dass auch Kleinigkeiten für einen guten Ablauf wichtig sind.“ Das sei ihm schon ein Anliegen. Aber der Hauptgrund bleibt für Kraus doch die Freude am Sport. „Wenn es keinen Spaß machen würde, wäre ich nicht dabei“, sagt Kraus.

Die Freude an der Bewegung hat diesmal rund 600 Sportbegeisterte zur Teilnahme am Stadtlauf angetrieben, davon knapp 140 auf den Strecken für Nachwuchsläufer. Auf die zehn Kilometer hatten sich insgesamt 306 Gemeldete gewagt.

Für Spätzünder hat der Verein wegen des organisatorischen Aufwandes diesmal eine Nachmeldegebühr verlangt. Dabei hatten die Verantwortlichen die Meldefrist gegenüber dem Vorjahr auf vier Tage vor dem Veranstaltungstag verkürzt. Als Verein habe man einkalkulkiert, dass für letzte Vorbereitungen, wie zum Beispiel das Bereitstellen der Startnummern, weniger Zeit zur Verfügung gestanden hatte.

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