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Sie wollen mit Plastikdeckeln Leben retten

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Haben schon viele Deckel eingesammelt: Schülersprecherin Leonie Wintersperger (l.) und Sina Dufner (Beauftragte für Soziales und Fairtrade) sind mit dem Zwischenergebnis sehr zufrieden. © Kürzl

Schüler des Max-Born-Gymnasiums (MBG) haben sich erfolgreich an der Aktion „Plastikdeckel gegen Polio“ beteiligt. Dabei kann je 500 gesammelter Deckel ein Betroffener geimpft werden.

Germering – Über Motivation brauchen Leonie Winters-perger und Sina Dufner nicht lange nachzudenken. Drei Worte reichen dazu aus: „Wir wollen helfen.“ So haben sie angepackt und die Werbetrommel für die Aktion „Plastikdeckel gegen Polio“ gerührt. Recht erfolgreich. Denn seit dem Welt-Polio-Tag am 28. Oktober haben allein die Schüler des MBG rund 32 Kilo gesammelt. „Das sind über 30 Impfungen, die wir schon möglich gemacht haben“, freuen sich Schülersprecherin Wintersperger und Dufner, die innerhalb der Schülerschaft für Soziales und Fairtrade zuständig ist.

Besonders eifrig seien die Klassen der Unterstufen gewesen, erzählen die beiden in der Schülermitverwaltung (SMV) engagierten Mädchen. „Die sind nach Schulschluss schon auch mal zum Getränkehändler los und haben dort die Deckel eingesammelt.“ So habe sich die in der Aula aufgestellte Tonne nach und nach gefüllt.

Angestoßen hat das Projekt Sinas jüngerer Bruder Adrian, der neben Wintersperger zur Spitze der SMV am Max-Born-Gymnasium gehört. Er hat in seiner Klasse angefangen zu sammeln. „Das war so erfolgreich, dass wir es auf die ganze Schule ausgedehnt haben“, erzählt Leonie Wintersperger. Nun soll die Aktion das ganze Schuljahr andauern, damit möglichst vielen Betroffenen geholfen werden kann. Vor allem in Afrika und einigen Ländern Asiens ist Polio verbreitet, das ohne medizinische Hilfe tödlich sein kann.

Bundesweit organisiert wird die Aktion vom Verein „Deckel drauf“, der 2014 in Nürnberg gegründet wurde. Die Idee entstand durch die Rotary International Convention 2013 in Lissabon, wo ein Projekt vorgestellt wurde, bei dem für Rollstühle für bedürftige Menschen gesammelt wurde. Daran lehnte sich sich der Verein an.

Es können jedoch nur Kunststoffdeckel von Getränkeflaschen, Getränkekarton oder Quetschgetränken gesammelt werden. Die Deckel dürfen nicht größer als vier Zentimeter sein. Grund ist, dass die Maschinen für die Granulierung ein passendes Mahlwerk benötigen.

Mehr Informationen

gibt es auf mbg-germering.de/aktuelles/plastikdeckel-gegen-polio/

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