So könnte das neue Hallenbad aussehen. Die Darstellung zeigt das bestehende Schwimmbecken mit Blick nach Süd-West. Nach links, also hin zur Landsberger Straße ist der neue Eltern-Kind-Bereich zu erkennen. Am Beckenende sind verschiebbare Paneelen zu erkennen, hinter denen abgesenkt das Le hrschwimmbecken liegt.

Infoabend

Siegermodell des Hallenbads kommt gut an

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Das Siegermodell der Erweiterung des Hallenbads kommt bei den Bürgern gut an. Bei der Vorstellung der Pläne im Foyer der Stadtwerke gab es fast nur positive Reaktionen.

Germering – Es war zwar nur ein Dutzend Germeringer, die am Mittwochabend gekommen waren, um sich die ausgestellten Pläne von neun Architekten anzusehen und erläutern zu lassen. Dritter Bürgermeister Helmut Ankenbrand betrachtete es aber dennoch als einen Erfolg: „Wir haben allen die Möglichkeit gegeben, sich zu Wort zu melden. Jetzt kann keiner mehr meckern.“

Das Interesse der Anwesenden konzentrierte sich wie von selbst auf das Siegermodell der Münchner Architektin Anne Hugues, die selbst auch anwesend war – wobei ja noch nicht endgültig geklärt ist, ob sich der letztlich entscheidende Stadtrat auch dafür ausspricht.

Ankenbrand und Stadtwerkeleiter Roland Schmidt nahmen mit Interesse zur Kenntnis, was Übungsleiterin Erika Radomski vom Fachverein für Reha- und Behindertensport zum geplanten neuen Lehrschwimmbecken sagte. Es sei unbedingt notwendig, dass das Becken wie das alte in der Wittelsbacherschule einen Schrägboden bekomme. Ein Hubboden wie im Springerbecken des Hallenbades, das man derzeit ersatzweise nutzen könne, sei nicht hilfreich. „In den Kursen sind 1,90 Meter große Männer genauso vertreten wie Frauen mit 1,50 Meter. Bei einer einheitlichen Wassertiefe im Becken kann man nicht vernünftig arbeiten.“

Architektin Hugues versicherte ihr, dass dies bei ihren Plänen schon berücksichtigt sei. Unabhängig von dieser Frage wurde das Siegermodell von allen Anwesenden gelobt. Die bei der ersten Vorstellung vor einer Woche angesprochenen Probleme der Beaufsichtigung entkräftete Werkleiter Schmidt. Man werde wohl nicht umhin kommen, das Bad bei einer Vollbelegung am Wochenende von zwei statt einem Schwimmmeister beaufsichtigen zu lassen. Ein geeigneter Aufsichtspunkt an der Schnittstelle zum künftigen Eltern-Kind-Bereich und dem neuen Lehrschwimmbecken sei in den Plänen schon eingezeichnet.

Leichten Unmut erntete Stadtbaumeister Jürgen Thum für die Antwort auf die Frage, wann der Ausbau fertig sei. Es werde wohl nicht vor dem Jahr 2021 so weit sein, meinte er. Nach der Entscheidung des Stadtrats folge die Vergabe. Das nächste Jahr würde dann wohl für die detaillierte Planung benötigt. Mit dem rund zwei Jahre dauernden Bau werde also nicht vor Ende 2018/19 begonnen. Stadtwerkechef Schmidt hatte im Werkausschuss im Mai die Hoffnung ausgesprochen, dass 2018 schon gebaut und möglicherweise 2019 eröffnet werde. Während der Bauzeit müsse auch mit Schließungen des Bades gerechnet werden, meinte Schmidt jetzt.

Der Werkleiter erinnerte zudem noch einmal daran, dass die alte Sauna mit der Generalsanierung des Hallenbades Anfang der 2000er-Jahre aufgegeben worden war. Ein möglicher Neubau im Rahmen der Erweiterung sei nicht Teil des Architektenwettbewerbs gewesen. Der Stadtrat war im Rahmen des vor einem Jahr aufgestellten Bäderkonzepts den Vorstellungen der Experten gefolgt und hatte sich gegen eine Sauna ausgesprochen. Man überlege aber, so Schmidt, wo im Bereich des Bades Wärmekabinen für eine Textilsauna aufgestellt werden können.

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