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Neuer Arbeitsplatz Berlin: CSU-Politikerin Katrin Staffler sitzt bisher noch in einem Übergangs-Büro.

Die Büros der Politiker

So arbeiten unsere Abgeordneten in Berlin

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Drei für Berlin: Aus dem Wahlkreis Bruck/ Dachau sind Michael Schrodi, Katrin Staffler und Beate Walter-Rosenheimer in den Bundestag eingezogen. Bevor das Gremium heute erstmals zusammenkommt, erzählen die Politiker von ihrer Berliner Zeit vor der konstituierenden Sitzung.

Zweimal war der Olchinger Michael Schrodi (SPD) bislang in der Hauptstadt. Von seiner Fraktion wurde der Lehrer herzlich empfangen. Inzwischen hat er schon Mitarbeiter für sein Büro eingestellt und in der konstituierenden Sitzung heute trifft er die anderen Abgeordneten zum ersten Mal.

Landkreis – Berlin statt Bruck und Politik statt Unterricht: Nach einer stundenlangen Zitterpartie in der Nacht nach der Bundestagswahl hat sich das Leben von Michael Schrodi grundlegend verändert. Nun sitzt der Olchinger SPD-Politiker als Abgeordneter in Berlin. Die Landkreise Bruck und Dachau vertritt er dort mit Katrin Staffler (CSU) und Beate Walter-Rosenheimer (Grüne).

Erst heute bei der konstituierenden Sitzung kommt das neue Gremium zusammen. Damit endet die alte Legislaturperiode und die neue beginnt. Doch alle Hände voll zu tun hatten die Abgeordneten schon vorher, denn nun sind sie in zwei Welten zuhause. „In Berlin während der Sitzungswochen und die restliche Zeit im Wahlkreis“, sagt Katrin Staffler.

CSU-Politikerin Katrin Staffler arbeitet mit Blick auf den Reichstag

Seit 2012 sitzt die Germeringer Grünen-Politikerin Beate Walter-Rosenheimer im Deutschen Bundestag und im September wurde sie wiedergewählt. Noch arbeitet sie von ihrem alten Büro aus. Wenn sich eine neue Regierung gebildet hat, wird sie mit ihren Mitarbeitern in einen anderen Raum umziehen.

Ein wenig in der Hauptstadt eingelebt hat sich die Türkenfelderin schon. Sie hat eine Wohnung und ein Büro bezogen. Wenn sie über ihren Schreibtisch hinweg aus dem Fenster sieht, sieht sie die Reichstags-Kuppel. „Das hat was“, sagt Katrin Staffler und schmunzelt. Doch der Raum ist nur eine Übergangslösung. Weil bisher die alten Abgeordneten im Amt waren, sind viele Zimmer noch besetzt. Ein festes Büro beziehen die Neuen erst, wenn sich eine neue Regierung gebildet hat. Und das kann sich noch bis ins nächste Jahr ziehen.

Gut erholt geht heute Michael Schrodi in die Sitzung. Vorher war er mit seiner Familie ein paar Tage im Urlaub. „Das hatte ich ihnen versprochen“, sagt er. Schließlich arbeitet er nun gut 20 Wochen pro Jahr weit weg von Zuhause und nicht mehr als Lehrer am Brucker Viscardi-Gymnasium. „Meine Schüler und Kollegen fehlen mir und wir sind noch in Kontakt“, sagt Schrodi. Zuerst einmal müsse er sich aber nun auf seine Aufgaben fokussieren.

Beate Walter-Rosenheimer wünscht sich regen Austausch mit den Neuen

Schlicht mit Farbtupfern: Ob Beate Walter-Rosenheimer in ihrem Büro bleibt, stellt sich noch heraus.

Neue Herausforderungen warten auch auf Katrin Staffler. „Meine Kollegen, die Sitzungstermine, das technische Equipment – bis ich mich zurechtgefunden habe, wird es noch dauern“, sagt sie. Fast so etwas wie ein alter Hase in Berlin ist dagegen die Germeringerin Beate Walter-Rosenheimer. Seit 2012 sitzt die Grünen-Politikerin im Bundestag. Sie freut sich auf einen regelmäßigen Austausch mit den neuen Abgeordneten aus ihrer Heimat. „Mit Katrin Staffler habe ich schon ein gemeinsames Kaffeetrinken geplant“, sagt sie.

Viel Freizeit in Berlin werden die Abgeordneten jedoch nicht haben. „Wenn die Sitzungswoche am Freitag vorbei ist, nehme ich den Flieger nach Hause und kümmere mich um die Anliegen der Bürger in meinem Wahlkreis“, sagt Michael Schrodi. Für seine Büros in Berlin und in Bruck hat er bereits Mitarbeiter eingestellt, die ihn unterstützen. Katrin Staffler ist bislang mit dem Zug gependelt. Das sei freilich anstrengend, sagt sie. „Aber wir haben eine Verantwortung für die Anliegen der Bürger in der Region.“

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