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Die Erweiterung des Hallenbads kostet maximal 6,5 Millionen Euro. 

Werkausschuss

So viel kostet das neue Hallenbad

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Germering - Die Erweiterung des Hallenbads schlägt sich erstmals im Haushalt der Stadtwerke nieder. Im kommenden Jahr sind 2,25 Millionen Euro eingeplant. Auch die Geothermie taucht im Etat 2017 auf.

Die Erweiterung des Hallenbads um ein Multifunktionsbecken, das auch als neues Lehrschwimmbecken dienen soll, war erst vor kurzem im Stadtrat beschlossen worden. Im Wirtschaftsplan der Stadtwerke, der im Werkausschuss vorberaten wurde, sind die notwendigen Investitions- und Planungskosten in den kommenden Jahren aufgelistet. Michael Voss, bei den Stadtwerken für die Finanzen zuständig, erklärte, dass wegen der beginnenden Bauarbeiten 2017 mit geringfügig weniger Erlösen im Hallenbad gerechnet werde. Statt 283 000 Euro im laufenden Jahr sind nur noch 278 000 Euro eingeplant. Ab 2018, wenn die Erweiterung und Sanierung beendet sind, erwartet man aber steigende Einnahmen. 2020 rechnet Voss mit Erlösen in Höhe von 387 000 Euro. Mit diesen Zahlen folge man den Prognosen des Büros GMF, dessen Bäderkonzept umgesetzt wird.

Bis es soweit ist, müssen insgesamt rund 6,5 Millionen Euro investiert werden. Bei diesen Kosten gehe man aber vom schlechtest möglichen Fall aus, erklärte Voss. Man hoffe natürlich, dass dieser Kostenrahmen nicht ausgeschöpft wird.

Freizeitzentrum

Das Freizeitzentrum mit Freibad und Eisstadion ist ein weiterer Geschäftsbereich der Stadtwerke. Hier stehen Voss zufolge im nächsten Jahr ebenfalls Investitionen an, die nicht aufschiebbar sind. Es handelt sich zwar um eher kleinere Posten wie die Sanierung der Personaldusche, einen neuen Anstrich der Außenfassade des Polarioms und eine Sanierung der Wellenanlage im Freibad. Dennoch sorgen die Ausgaben dafür, dass das vorgegebene Budget für das Freizeitzentrum 2017 nicht eingehalten werden kann. In den Folgejahren werde das aber wieder ausgeglichen, so Voss.

Geothermie

Die mögliche Nutzung von Geothermie taucht im Haushalt der Stadtwerke erstmals mit einer konkreten Investition auf. Im Zuge der Erweiterungsbauten der A 96, die dabei auch tiefer gelegt wird, verlegen die Stadtwerke Fernwärme-Rohre zum südlich der Autobahn liegenden Kasernengelände. Dies sei der einzig mögliche Standort für die Nutzung von geothermischer Wärme, erklärte Stadtwerkechef Roland Schmid auf Nachfrage. Ob es tatsächlich dazu kommt, sei aber noch nicht sicher. Man dürfe aber die Chance zum günstigen Verlegen der Rohre, die der A 96-Bau nächstes Jahr bietet, nicht verstreichen lassen. Dies werde auch für den Bau einer neuen Wasserleitung zum Kasernengelände genutzt.

Die Energieversorgung, die ja dritter Geschäftsbereich der Stadtwerke ist, macht 2017 Verluste in Höhe von rund 149 000 Euro. Grund ist laut Voss die Tatsache, dass das Heizkraftwerk im Germeringer Norden noch zu wenig Abnehmer hat: „Wir haben dort erst 50 Prozent der Kapazität erreicht.“

Wasserwerk

Die Wasserversorgung bleibt weiter das zentrale Geschäftsfeld der Stadtwerke. Mit dem Verkauf von Wasser werden jährlich stabil rund 1,8 Millionen Euro eingenommen. Dass der Preis für das kostbare Nass dabei seit fünf Jahren auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau stabil ist und nicht angehoben wird, wurde von CSU-Stadtrat Paul Wunderl lobend erwähnt: „90 Cent pro Kubikmeter sind erfreulich.“ Werkleiter Schmid erklärte diesen Preis auch mit glücklichen Umständen: „Wir haben eine einfache Technik und ein kompaktes Versorgungsgebiet. Eine Wasseraufbereitung müssen wir nicht machen.“ Eine anstehende große Investition, die 340 000 Euro teure Sanierung der Außenhaut des Hochbehälters bei Nebel, wird zudem um ein Jahr nach hinten verschoben.

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