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Sommerkonzert des Carl-Spitzweg-Gymnasiums

Diese Schule kann Ellington und Metallica

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Diese Schule swingt. Beim Sommerkonzert des Carl-Spitzweg-Gymnasiums in der Germeringer Stadthalle bewiesen Schüler und Lehrer, dass sie die im Jazz übliche Phrasierung hervorragend drauf haben.

Germering– Schon der Auftakt mit dem Saxofonensemble im Big Band-Format – 16 Saxofone, eine Klarinette sowie Piano, Bass und Schlagzeug – war fulminant.

Duke Ellingtons „It don’t mean an thing if it ain’t got that swing“ brachte die Besucher von Anfang an in die richtige Stimmung – mitwippende Fußspitzen waren überall zu sehen. Verantwortlich dafür war aber nicht nur der wuchtige Bläserklang und die fein abgestimmte Dynamik. Die exakte Begleitung der Rhythmusgruppe um den erstaunlich fitten Schlagzeuger David Dinh war mindestens ebenso wichtig.

Mit eher moderner, swingender und rockiger Musik ging’s weiter – klassische Komponisten waren beim Sommerkonzert nur sehr spärlich vertreten. Nach der Pause wagte sich das große Orchester an Smetanas Moldau und ein „Concertino für Flöte und Orchester“ von Cécile Chaminade. Dass der musikalische Nachwuchs am CSG auch das erstaunlich gut drauf hat, ist bekannt. Daran hat auch die Tatsache nichts geändert, dass die Leiterin des Orchesters, Monika Dufter, nach dem Weihnachtskonzert den Dirigentenstab an Markus Bulitta übergeben musste – die Musiklehrerin ist Mutter geworden.

Der Trend hin zu zeitgenössischer, junger Musik war auch bei Instrumentierungen zu hören, bei denen man das vorher nicht erwartet hätte. Das neunköpfige Cello-Ensemble wagte sich an ein Stück der Heavy Metal Band Metallica und löste die Aufgabe gar nicht mal so schlecht. Eine von Georg Koeppen geleitete Streichergruppe brachte ein weiteres Ellington-Stück, den C-Jam-Blues, zum besten. Das swingt mal wieder ungemein – vom gezupften Kontrabass bis hin zum notierten Geigensolo.

An Höhepunkten war dieser Konzertabend nicht gerade arm. Da setzte beispielsweise das Saxofonquartett mit einer Nummer von Earth, Wind and Fire die Messlatte so hoch, dass man kaum an eine Steigerung glaubte. Doch dann wurde man sogleich vom P-Seminar Musik (Leitung Ludwig Hartmann) eines Besseren belehrt. Deren Interpretation einer Blood, Sweat and Tears-Nummer war schon sehr amtlich.

Das unmittelbar danach spielende Perkussionsensemble (Christian Fellinger) ließ dann alles davor gehörte noch einmal verblassen. Auf Regentonnen, Haushaltsleitern und leeren Farbdosen zündeten sie ein komplexes Rhythmus-Feuerwerk, das keinen ruhig sitzen ließ. Der Saal tobte.

Rubriklistenbild: © Pixabay

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