Kunstaktion am Parsberg

Sonniger Gruß an standhafter Kirchenkiefer

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Mit Hilfe des Bauhofs haben die Künstler des Projekts Magic Forest gestern am Parsberg ein symbolisches Sonnenrad an einer Kiefer installiert. Sie steht wegen der Winterstürme alleine auf weiter Flur. Mit dabei war Stadtpfarrer Andreas Christian Jaster – das Wald-Areal gehört der Kirche.

Germering – Zehn Künstler aus Germering und der Region haben Mitte des vergangenen Jahres die Arbeiten am Langzeit-Projekt Magic Forest begonnen. Ziel ist es, die Magie des Waldes in Kunst umzusetzen, die letztlich in einer Ausstellung im Februar 2019 in der Stadthalle präsentiert werden soll. Initiatorin war die Fotografin und Filmerin Vera Greif, von Anfang an federführend mit dabei ist die Puchheimer Künstlerin Angelika Brach.

Am 21. März, am Tag des Waldes, haben die Künstler eine erste große öffentliche Aktion veranstaltet. Sie brachten an einer oberhalb des Naturfreundehauses einsam stehenden Kiefer ein so genanntes Sonnenrad an. Der rund 20 Meter hohe Baum hat als einziger in der näheren Umgebung den verheerenden Winterstürmen der vergangenen Wochen standgehalten. Die Kiefer steht auf Grund der der Erzdiözese München-Freising. Revierleiter und Förster Martin Lauße hat die Magic-Forest-Aktivisten im Vorfeld beraten, die Kirche hat das Vorhaben gebilligt. Stadtpfarrer Andreas Christian Jaster war gestern selbst an Ort und Stelle und hat in passender Arbeitskleidung bei der Aktion mitgemacht. Den gekommenen Schaulustigen, darunter auch alle Kinder und Erzieher des nahen Waldkindergarten, erklärte er scherzhaft: „Die Soutane habe ich heute zu Hause gelassen.“

Die Sonnenrad-Installation ist eine Idee von Eva Maria Kränzlein und Brigitte Storch. Sie haben aus Bambus zehn Besen gebunden, an einer speziellen Nabe befestigt und anschließend mit gelber Farbe in eine Art Sonne verwandelt. Der stellvertretende Bauhof-Chef Michael Seeholzer und ein Mitarbeiter haben unter nicht einfachen Gelände-Bedingungen eine Hebebühne an Ort und Stelle transportiert und dann unterstützt von Künstler Daniel Mihaila in etwa 15 Metern Höhe das Sonnenrad an den Baum gebunden.

Dass die Kiefer Bestandteil einer größeren Aktion werden würde, stand nach mehreren Exkursionen am Parsberg fest. Projektleiterin Vera Greif erklärte dies so: „Die Kiefer steht symbolisch für Stärke, Langlebigkeit und beständige Geduld. Beinahe die gesamte Umgebung um diesen Baum herum ist inzwischen verwüstet. Aber sie steht immer noch.“ Mit der Installation wolle man ein Zeichen setzen und die Symbolik unterstreichen. Die Sonne stehe für Kraft, Licht und Leben.

Pfarrer Jaster, der die Aktion großartig fand, fügte hinzu, dass diese Symbolik auch der Kirche nicht fremd sei. Im Gegenteil: Christus sei auch die Sonne der Seligkeit.

Mit der Installation des Sonnenrades in luftiger Höhe war es aber nicht getan. Die Künstler hatten im Vorfeld herumliegende längere Baum-Stangen gesammelt, die sie an Ort und Stelle unter Mithilfe von Pfarrer Jaster gelb bemalten. Auch OB Andreas Haas war mittlerweile dazu gestoßen. Die Stangen wurden wie eine Art Bastrock rund um das untere Ende des Baumes platziert.

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