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Klaus-Peter Müller tritt als Vorsitzender der Germeringer SPD mit sofortiger Wirkung zurück.

Nachfolge steht noch nicht fest

Germeringer SPD-Chef tritt überraschend zurück

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Germering – Als Anlass nennt der scheidende Vorsitzende Klaus-Peter Müller private Gründe.

Germering – Klaus-Peter Müller, Vorsitzender der Germeringer SPD, gibt sein Amt auf. Und zwar umgehend. Das gab der Ortsverein am späten Dienstagabend bekannt. Der 59-Jährige habe seine, für die Kollegen völlig überraschende Entscheidung in der jüngsten Vorstandssitzung mitgeteilt.

Müller war im September 2014 zum Vorsitzenden gewählt worden, nachdem er bei der Kommunalwahl im März leer ausgegangen war. Der Bankkaufmann führte die Germeringer SPD also erst seit eineinhalb Jahren. Die Geschäfte übernehmen nun vorerst seine Stellvertreter Tinka Rausch und Christian Gruber mit der gesamten Vorstandschaft.

Tinka Rausch, stellvertretende Vorsitzende.

Die Gründe für sein Ausscheiden wolle er nicht genauer beschreiben, sagte Müller auf Tagblatt-Anfrage. „Nur so viel: In meiner aktuellen privaten Situation ist mir das einfach zu viel geworden.“ Außerdem habe er als Neuling in der Partei immer wieder Schwierigkeiten gehabt. „Ich bin einfach nicht so gut vernetzt wie einige Kollegen“, gibt Müller zu.

Trotzdem ist er zufrieden mit seinen eineinhalb Amtsjahren, sagt er. „In der Zeit haben wir versucht, wieder vermehrt politische Veranstaltungen zu organisieren. Das ist gelungen. Zum Beispiel zum Thema TTIP.“ Natürlich könne man immer mehr machen, aber das sei ein guter Anfang gewesen. „Für die Zukunft hoffe ich, dass wir weiterhin gute Referenten gewinnen können. Und dass wir Diskussionen anstoßen können, die für alle interessant sind“, sagt Müller. Denn der Bankkaufmann will nicht komplett aussteigen bei der Germeringer SPD.

Christian Gruber, stellvertretender Vorsitzender.

„Nein, ich werde Mitglied bleiben und mich bei der nächsten Vorstandswahl als Beisitzer aufstellen lassen“, erklärt Müller. Wann diese nächste Vorstandswahl stattfinden wird, ist noch unklar, sagt Christian Gruber: „Einen Termin oder Kandidaten gibt es noch nicht. Dafür ist es noch zu frisch.“ Tinka Rausch gibt folgenden Ausblick: „Ich denke, wir kriegen das noch vor der Sommerpause hin.“  

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