Aying hält an Windrad-Plänen fest. Der Gemeinderat stimmte für weitere Prüfungen, die im Herbst das Genehmigungsverfahren einläuten könnten.
+
Bei Krailling könnten Windräder entstehen.

Germering

SPD fordert schnelle Entscheidungen für mehr Klimaschutz

Der Klimawandel und die Frage, wie man ihn stoppen kann, war Thema einer Gesprächsrunde der SPD-Bundestagskandidatin Carmen Wegge. Mit dabei waren die Europaabgeordnete und Umweltpolitkerin Delara Burkhardt und Prof. Dr. Martin Dameris vom deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR).

Germering – Einer Mitteilung der SPD zufolge kritisierte Carmen Wegge gleich zu Beginn die Positionen von CDU und CSU: „Bäume umarmen reicht nicht. Um den Klimawandel zu stoppen und das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, müssen wir jetzt mutig Entscheidungen jenseits von den Bremsern aus der Union treffen.“ Das Bundesverfassungsgericht habe wegweisend geurteilt und die Generationengerechtigkeit angemahnt, die der jungen Generation so wichtig sei.

Delara Burkhardt, wie Carmen Wegge ebenfalls erst 28 Jahre alt, berichtet aus dem Europaparlament, in dem sich in den letzten zwei Jahren durch den beschlossenen „Green New Deal“ viel nach vorne bewegt habe. „Wir sind mit der größten Fraktion ein Motor im Bereich des Klimaschutzes“, sagte die aus Kiel stammende SPD-Poliktikern. Sie und ihre Kollegen hätten außerdem dafür gekämpft, dass man sich den Fragen der Zukunft stellen und dabei die Menschen, die in den besonders betroffenen Regionen Europas leben, nicht hinten herunter fallen. Um dies zu gewährleisten, habe man einen solidarischen Ausgleichsfonds geschaffen.

Martin Dameris bemängelte in seinem Eingangsstatement, dass die Wissenschaft zu wenig gehört werde in der Politik – gerade deshalb müsse man auch in den Kommunen die Weichen stellen. „In der Gemeinde Seefeld haben wir ein Budget von 100 000 Euro pro Jahr für Projekte im Bereich Klima- und Umweltschutz erreicht. Unser Ziel ist es, dass alle Menschen mitmachen und begeistert selbst Teil der Lösung sind.“

Diskutiert wurde darüber hinaus über die Windkraft im Fuchstal und in Seefeld, wie wir diese im Zweifel speichern können oder auch darüber, dass die Erwärmung beispielsweise im Landkreis Landsberg bei mehr als 1,5 Grad, nämlich momentan bei zwei Grad, liegt.

Aus Sicht von Carmen Wegge sei Struktur im Wandel notwendig, und zwar jetzt. Die SPD sei mit ihrem Bundestagsprogramm auf einem guten Weg. Wegge: „Am Ende sind wir die einzige Partei, die die Arbeitnehmer im Blick hat und darauf achtet, dass die soziale Frage eine zentrale bleibt im Einsatz für Klimaneutralität“.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare