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Die Fassaden bröckeln: Am Turm und anderswo verhindern weiter Netzte, dass Klinkersteine herunterfallen.

Germering

St. Cäcilia: Sanierung frühestens 2021

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Die Kirche St. Cäcilia muss renoviert werden. Das bestreitet niemand. Manche Fassaden bröckeln schon. Doch bis die Arbeiter anrücken können, gilt es einen wahren Prüfungsmarathon im Erzbischöflichen ordinariat zu bewältigen.

Germering – „Gefühlt dauert das noch ewig.“ So beschreibt Ines Berens, Verwaltungsleiterin in der Stadtkirche Germering, den Zeitrahmen bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten im Pfarrzentrum von St. Cäcilia. Dann aber wird Ines Berens zumindest ein wenig konkreter. „Zumindest vor Herbst 2021 wird es nicht losgehen.“

Immerhin liegt die Machbarkeitsstudie inzwischen zur Prüfung beim Erzbischöflichen Ordinariat vor. Diese solle den Entscheidungsträgern Aufschluss geben, inwieweit Kirche, Kirchturm, Pfarrheim und Kindergarten erhaltenswert sind. „Oder neu gebaut werden müssen“, sagt Ines Berens ohne Details zu benennen.

Es folgen viele formale Schritte. Bis Ende März wird die Studie zur Prüfung beim Ordinariat liegen. Dann wird auch eine Entscheidung fallen, ob das Projekt in einem Schritt oder in Teilabschnitten durchgeführt wird. Es folgen die Ausschreibungen an die Architekturbüros: „Die planen, was genehmigt worden ist“, erläutert Ines Berens weiter.

Der sich daraus ergebende Kostenplan geht erneut an das Erzbischöfliche Ordinariat – und muss von dort wieder genehmigt werden. Das alles werde sehr zeitintensiv sein, so Berens. „Und ein langer Weg, der von allen viel Ausdauer, Umsicht und Geduld erfordert.“

Bis dahin wird es an den Außenmauern von Kirchturm und Gotteshaus weiter bröckeln und eine Sicherung mit Netzen notwendig sein. Auch in der Sakristei wird man an kalten Tagen erst einmal weiter vor sich hinfrösteln und die Unterkirche eher einem Eiskeller gleichen. Dabei könnte man den Raum sehr gut brauchen. „Die Unterkirche könnte nach der Sanierung zum Beispiel als Gruppenraum genutzt werden“ sagt Ines Berens. Im Kirchenraum selbst funktioniert zumindest die Sitzheizung.

Noch umfangreicher macht das Gesamtprojekt Sanierung, dass auch bei Pfarrheim und Kindergarten eine Erneuerung jetzt schon dringend angesagt ist. Die Betreuungsstätte für die Jüngsten entspricht räumlich nicht mehr modernen Anforderungen. Auch die Dämmung sei nicht mehr ausreichend, erläuterte die Verwaltungsleiterin bereits früher.

Weil die Planungen im Anfangsstadium liegen, sind die entstehenden Kosten nur vage zu schätzen. Allein ein möglicher Neubau einer Kindertagesstätte gehe leicht an die zehn Millionen – ziehe man vergleichbare Projekte heran. Zudem müsse die Stadt wegen des Angebots an Betreuungsplätzen einbezogen werden. Nur das Pfarrhaus von St. Caecilia ist außen vor. Es wurde erst vor rund dreieinhalb Jahren renoviert.

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