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Weihejubiläum

St. Martin ist seit 50 Jahren Pfarrkirche

Im Juli wird in der Pfarrgemeinde St. Martin kräftig gefeiert. Denn die Pfarrkirche wird 50 Jahre alt. Die Feierlichkeiten beginnen am 6. Juli mit einem Vortrag. Am Tag des Geburtstags, dem 16. Juli, zelebriert Stadtpf0arrer Andreas Jaster einen Festgottesdienst.

Germering – Am 16. Juli 1967 wurde die Kirche St. Martin feierlich von Kardinal Julius Döpfner zur Pfarrkirche geweiht. „Eine Kirchenweihe ist immer ein Riesenfest und sicher haben alle Gläubigen den Kardinal freudig erwartet“, vermutet Stadtpfarrer Andreas Jaster. Bei einer Kircheneinweihung stehe immer der Altar im Mittelpunkt, Weihrauch werde entzündet. So wird es auch damals gewesen sein, als die rund 4500 Gläubigen der Pfarrgemeinde ein großes Fest feierten.

Im Zentrum der Kirche St. Martin steht der Altar, alles richtet sich darauf aus. Bei Messen kann der Priester alle Gottesdienstbesucher erkennen und bezeichnenderweise um sich scharen, denn die Sitzreihen sind rund um den Altar gruppiert. „So bekommt der Pfarrer die Reaktionen der Gläubigen mit, und er ist in der Kirche trotz der 450 Sitzplätze einfach näher dran an seiner Gemeinde“, betont Jaster. Und so stünden auch die Gläubigen untereinander im Blickkontakt und sähen nicht nur den Rücken des Vordermannes.

Das Gotteshaus an der Josef-Kistler-Straße ist benannt nach dem heiligen Martin von Tours – er wurde als Martinus im Jahr 316 oder 317 in Ungarn geboren und ist einer der bekanntesten Heiligen der Katholischen Kirche. Auch in der orthodoxen, anglikanischen und in der evangelischen Kirche wird er verehrt. Das Patrozinium der Pfarrkirche wird jedes Jahr am 11. November mit einem Fest gefeiert. Dank des 1993 erweiterten Pfarrheims und des Kindergartens gibt es im Pfarrzentrum ein lebendiges Gemeindeleben.

Plan und Ausführung der Kirche stammen vom Münchner Regierungsbaumeister Hubert Gais. Der freistehende Glockenturm besteht aus zwei Betonplatten und ist 27 Meter hoch. Das umlaufende Fensterband, eine abstrakte Glasmalerei in Grau- und Grüntönen stammt von Neukamp – 1966 war der Künstler Preisträger für Malerei der Stadt München. Werner Persy aus Trier schuf 1978 das über dem Hauptaltar schwebende Mosaik-Triumphkreuz und 1981 den Kreuzweg, der die Passion Christi mit modernen Elementen der Neuzeit in den Alltag versetzt. 2004 wurde die neue Rensch-Orgel eingeweiht, die seitdem bei Gottesdiensten erklingt. (akk)

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