Er kann’s: Marko Sevarlic überzeugte als neuer Dirigent des Akkordeonorchesters Unterpfaffenhofen. foto: weber

Germering

Stabwechsel beim Akkordeonorchester

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Das Akkordeonorchester Unterpfaffenhofen (AOU) hat den Stabwechsel perfekt gemeistert. Rupert Fischer, der nach 16 Jahren die musikalische Leitung abgegeben hatte, führte beim Herbstkonzert in der Stadthalle Nachfolger Marko Sevarlic öffentlich ins Amt ein.

Germering – Marko Sevarlic ist zwar schon seit März als musikalischer Leiter des Akkordeonorchesters aktiv. Und Rupert Fischer, der Ende 2018 überraschend das Dirigat abgeben hatte, ist mittlerweile zum Ehrenvorsitzenden des Orchestervereins ernannt worden. Die offizielle Übergabe des Dirigentenstabs wurde aber erst jetzt öffentlich wirksam in Szene gesetzt.

Beim Herbstkonzert im gut gefüllten Amadeussaal der Stadthalle stand zunächst überraschend für viele Rupert Fischer am Dirigentenpult. Er führte das gut 20-köpfige Orchester gewohnt sicher durch das erste Stück.

Die „Bagatelle“ von Josef Rixner war dabei nicht nur wegen des Namens (Übersetzt: „Kleinigkeit“) gut gewählt. Die musikalischen Stimmungswechsel von schwungvoller Heiterkeit über wehmütige Walzertristesse bis hin zum schmissigen Cancan passten bestens zur anschließenden Erklärung von Fischer. Für ihn sei es keine Kleinigkeit, ein letztes Mal das Orchester zu leiten, bekannte er anschließend: „Mir sind die Musiker ans Herz gewachsen.“ Das Akkordeonorchester habe mit Marko Sevarlic aber einen hervorragenden Nachfolger gefunden. An diesen übergebe er deswegen das leiseste aller Musikinstrumente – den Dirigentenstab.

Fischer wurde mit anhaltendem Applaus von der Bühne verabschiedet. Dass er dem Orchester aber weiterhin treu bleibt, konnte in der Folge gut beobachtet werden: Er führte fortan als Moderator durchs Programm – eine Rolle, die er nicht weniger gut ausfüllte als die des Dirigenten.

Der 32-jährige Sevarlic, ein international renommierter Akkordeonspieler, bewies schon mit seiner ersten Nummer, dass er mehr ist als nur ein Lückenbüßer. Die drei Sätze der ursprünglich für Streicher komponierten Serenade in E-Dur von Antonin Dvorac wurde vom AOU meisterhaft umgesetzt. Dass Sevarlic und seine Musiker sich in allen Genres zu Hause fühlen, war dann spätestens nach dem Swing-Klassiker „Take the A Train“, einem „Rendezvous mit Gershwin“ und „Dalmatinischen Tänzen“ von A. Götz zu hören. Das Publikum war mit den „Neuen Impulsen“, so der Titel des Konzertes, mehr als zufrieden und spendete anhaltend Beifall.

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