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Mitglieder der Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) trafen sich mit Stadtbaumeister Jürgen Thum (2.v.r.) in der Stadthalle und diskutierten über die Situation für Radfahrer am Kleinen Stachus (v.l.): Grünen-Stadtrat Hadi Roidl, Ulrich von Staszewski, Katrin Lehrack, Marion Willer und Klaus Schiffauer.

ADFC mahnt:

Radler fühlen sich am kleinen Stachus unsicher

Germering - Ob beim Linksabbiegen oder wegen zu wenig Seitenabstand zu den Autos: Radfahrer fühlen sich am Kleinen Stachus eher unsicher.

Hartwig Hammerschmidt, Ortssprecher des Fahrradclubs ADFC, hat die Problematik zum Thema des aktuellen Radlertreffs gemacht. Der städtische Fahrradbeauftragte Thomas Wieser und Stadtbaumeister Jürgen Thum kamen zum Gespräch in die Stadthalle.

ADFC-Mitglied Klaus Schiffauer brachte das Problem beim Treffen so auf den Punkt: „Der Kleine Stachus hat sich zum schwierigen Bereich entwickelt.“ Oft diene der Brunnenbereich als Ausweichplatz für die Radler. „Ich werde regelmäßig angehupt, wenn ich als Radler eine Spur belege, weil ich links abbiegen will, da müsste eine bessere Lösung her“, sagte Schiffauer.

„Wir können gerne darüber reden, aber wir bräuchten Anschauungsmaterial“, meinte Thum. Das war bei diesem Treffen mangels Notebook nicht möglich, wird aber beim nächsten Treffen im September nachgeholt. Darauf einigten sich die Gesprächsteilnehmer. „Dann haben wir auch mehr Erfahrungswerte nach der Radlsaison“, unterstrich Thum.

Die fünfarmige Fahrbahnführung am Kleinen Stachus wurde mit der Neugestaltung beibehalten und sorgt nicht zuletzt auch wegen der Ampelphasen und trotz Nachbesserung bei vielen Verkehrsteilnehmern für Unverständnis. Nicht nur bei den Radlern. Darüber hinaus: Ob weitere Schilder, Markierungen, oder gar eine extra Spur für Radfahrer – für die der Platz gar nicht vorhanden ist – mehr Sicherheit bringen würden, bezweifelte Thum. „Bei der Umgestaltung des Kleinen Stachus ging es darum, den Bereich für alle attraktiver zu machen.“ Autofahrer, die es eilig hätten aus Germering herauszukommen, würden laut Thum sowieso bevorzugt die Spange benutzen.

Die Otto-Wagner-Straße musste zurückgesetzt werden, um Platz für abbiegende Busse zu schaffen. „Das wurde hochkomplex ausgetüftelt“, erinnerte Thum an die Planungen zur Neugestaltung des Stachus.

Ein ADFC-Mitglied meinte, als Radfahrer müsse man sich das Recht nehmen, sich auch beim Linksabbiegen gleichberechtigt fortzubewegen. Grünen-Stadtrat Hadi Roidl fragte: „Aber wie bringen wir das den anderen Radfahrern bei?“

Stadtbaumeister Thum riet: „Wenn viel Radfahrer unterwegs sind, führt das zu einem Gewöhnungseffekt, und wenn ich mehr mit dem Rad unterwegs bin, fahre ich selbstbewusster.“ Generell meinte er im Hinblick auf den Kleinen Stachus: „Gebt dem Platz noch ein wenig Zeit; vielleicht sollten wir beim Stadtradeln beim Stachus ein wenig üben und ein paar Runden drehen und dort als Radfahrer einfach mehr Präsenz zeigen.“

von Angi Kiener

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