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Die Stände am Christkindlmarkt waren schon am ersten Tag gut besucht. Der vorweihnachtlichen Stimmung fehlte nur noch Eines: Schnee. 

Germering 

Die Stadt leuchtet auch am Christkindlmarkt

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Der Christkindlmarkt lockt auch in seinem 42. Jahr mit viel Atmosphäre – auch wenn der Schnee als letztes Detail abgeht. Am Platz vor der Stadthalle kann man sich auf die Adventszeit einstimmen, bummeln, sich treffen und in Ruhe nach einem Geschenk Ausschau halten.

Germering – Den Schnee vermisst Dieter Braunsweg am Eröffnungstag des Marktes schon ein wenig. „Man tut sich eben ein bisserl leichter mit dem Gefühl für Advent und Weihnachten,“ meint er. Immerhin war´s kühl genug, um den wärmenden Becher Glühwein zu genießen. Und mit einbrechender Dunkelheit auch den Schein der Kerzen. „Ich bin ein bisschen Romantiker, ich mag diese Art von Licht“, lässt sich der 39-Jährige dann doch noch ein wenig von der Atmosphäre auf dem Platz vor der Stadthalle einfangen.

Rein technisch hat die Stadt alles getan, um Menschen wie Braunsweg in weihnachtliche Stimmung zu bringen. Genau 4307 Lichter seien auf dem Christkindlmarkt und in den Geschäftsstraßen angebracht erzählt OB Andreas Haas. „Das macht schon ein angenehmes Gefühl“, so das Stadtoberhaupt. Er weis bei der offiziellen Eröffnung auch auf den gerade und schön gewachsenen Baum als optischen Mittelpunkt des Christkindlmarktes hin. Auch der Platz vor dem Rathaus und das Mehrgenerationenhaus seien weihnachtlich gestaltet, so Haas weiter.

Vor der offiziellen Eröffnung besucht Haas gemeisnam mit Marktreferentin Gaby Pichelmair jeden einzelnen Stand und wünscht den Betreibern ein gutes Geschäft. Besuchern prostet er zu, einem Mädchen hält er beim Mützenkauf den Spiegel, um ihr die Entscheidung zu erleichtern.

Renate Lokoschnik empfindet den Bummel über den Christkindlmarkt als recht angenehm. „Ein freundliches Dankeschön, selbst wenn man nur ein Herzerl für drei Euro gekauft hat“, so die 28 Jahre alte Frau, die erst seit kurzem in Germering ist. Diese Art von Einkaufserlebnis empfinde sie sehr wohltuend und besser zur Weihnachtszeit passend.

Christkindlmärkte besuche sie sowieso gerne, um für sich persönlich zu entschleunigen. Daher werde sie sicher auch das eine oder andere Mal unter der Woche einen Bummel machen.

Andere empfinden es ebenfalls als angenehm, dass der Markt und die 29 Stände bis zum 22. Dezember an allen Wochentagen ihre Pforten öffnen. Es entzerre den Besucherstrom ein wenig, so die Begründung. Dass jeden Tag andere Musikgruppen oder Chöre auftreten, sei ebenfalls ein gewisser Anreiz, hieß es immer wieder.

Den Anfang macht am Eröffnungstag traditionell der ökumenische Bläserkreis mit „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ – eine perfekte Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit.

Öffnungszeiten

Der Christkindlmarkt ist bis zum Sonntag, 22. Dezember täglich geöffnet: montags bis donnerstag von 17 bis 20 Uhr, freitags von 17 bis 21 Uhr, samstags von 14 bis 21 Uhr und sonntags von 14 bis 20 Uhr.

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