So könnte die Ortseinfahrt von München über die Landsberger Straße künftig aussehen: Links stünde der neue Wohnkomplex, rechts das Büro- und Geschäftshaus von Vilgertshofer auf dem Morigl-Grundstück. Bei der abgebildeten Wohnanlage handelt es sich allerdings um ein Konzept des Architekten Robert Mayer. visualisierung: conceptbau

Landsberger Straße

Tor zur Stadt mit sozialer Komponente

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Germering – Die Bebauung des Areals an der Landsberger Straße 1 – ehemals Autohaus Moser – rückt näher. Im Stadtrat werden Details zum geplanten Gebäude festgelegt. Wichtig aus Sicht der Kommunalpolitiker: Ein Teil der Wohnungen soll sozial gefördert werden.

Die Autohändler sind bereits ausgezogen. An Stelle des Schaums, in dem bisher nagelneue Wagen des Premiumherstellers Audi präsentiert wurden, ist ein kompakter Baukörper in der Form eines Karrees geplant. Der Innenhof soll begrünt werden. Insgesamt entstehen 138 familiengerechte Wohnungen – neben Zwei- und Ein-Zimmer-Einheiten sind 18 Vier-Zimmer-Wohnungen vorgesehen.

An der Abzweigung der Landsberger Straße zum P&R-Platz des Bahnhofs Harthaus soll das Haus sechs Stockwerke hoch werden. Mit dem gegenüber geplanten hohen Gebäude soll es für alle, die sich aus München Germering nähern, optisch den Eindruck eines Tores zur Stadt erwecken. Eine erste Vorstellung der künftigen Bebauung hat das Architekturbüro Robert Meyer im vergangenen September vorgestellt. Jetzt präsentierte Planer Tobias Karlhuber die Vorstellungen, die in einem neuen Bebauungsplan grundsätzlich festgezurrt werden. Der Beginn des Verfahrens wurde vom Ausschuss einstimmig beschlossen.

Neu ist, dass die Planer auf einen großen Supermarkt im Erdgeschoss verzichten – die Konkurrenz zu den Plänen für das gegenüberliegende Morigl-Grundstück wäre zu groß. Ob auf der anderen Seite der Landsberger Straße tatsächlich so gebaut werden darf wie geplant, steht noch nicht fest. Immerhin gab Stadtbaumeister Jürgen Thum bekannt, dass das Gericht Ende Juli entscheiden will.

Für die Landsberger Straße 1 wurde die von den Stadträten geforderte Kinderbetreuungseinrichtung umgesetzt. Der Eigentümer verpflichtet sich, eine zweigruppige Einrichtung auf eigene Kosten zu errichten. Weitere Plätze müsste die Stadt bezahlen.

Ein Teil der Wohnungen soll sozial gefördert werden. Allerdings nicht so, wie es sich Robert Baumgartner (SPD) vorgestellt hatte. Stadtbaumeister Thum erläuterte, dass es sich durchwegs um Eigentumswohnungen handle. Der Besitzer verpflichte sich, eine bestimmte Anzahl der Wohnungen aus dem freien Verkauf zu nehmen. Diese werden dann im Rahmen eines komplizierten Fördermodells vom Landratsamt an Bewerber mit geringem Einkommen vergeben, welche in den Genuss eines geförderten Darlehens kommen.

Im Endeffekt entscheidet laut Thum die Bedürftigkeit darüber, wer die Wohnung erhält. Aus Sicht von Baumgärtner ist dies keine soziale Förderung, weil man zinsgünstige Darlehen derzeit auch am normalen Finanzmarkt erhält. Eine Mietwohnungsförderung wie beim sozialen Wohnungsbau ist Thum zufolge bei diesem Modell aber nicht möglich. Nun möchte Baumgartner wenigstens mehr als die bisher vereinbarten zehn Prozent als Förderwohnungen festsetzen. Der Stadtbaumeister versicherte, dass es darüber noch Gespräche gebe.

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