In Germering

Stadthaushalt 2017: Rekorde über Rekorde

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 Die Stadt investiert in den kommenden Jahren 84 Millionen Euro in Schulen, günstigen Wohnraum, öffentliche Sicherheit oder Freizeit. Der Stadtrat hat am Dienstag einstimmig beschlossen, den Haushalt 2017 und Investitionsplan bis 2020 umzusetzen. Alle Fraktionsvorsitzenden lobten in ihren Haushaltsreden das Zahlenwerk, das die Rathausmitarbeiter und insbesondere Kämmerer René Mroncz erarbeitet hatten.

Germering – Wie schon in der Sitzung des Finanzausschusses zeigte sich OB Andreas Haas (CSU) von den Zahlen beeindruckt. Er nannte das Haushaltsvolumen, das bis zum Jahr 2020 400 Millionen Euro umfasst, „rekordverdächtig“. Man müsse bis in die 1990er-Jahre zurückgehen, um ein vergleichbares Volumen zu finden, sagte er. Jede Ausgabe finde ihren Niederschlag und spiegle das umfassende kommunale Leben mit den Aufgaben der Stadt wider.

Die Kommune profitiert insbesondere von außerordentlichen Einnahmen aus der Gewerbesteuer des vergangenen Jahres, nämlich 40 Millionen Euro. Zudem nimmt man bis 2018 mehr als 14 Millionen Euro an Darlehen auf. 28,5 Millionen stehen der Stadt an liquiden Mitteln zur Verfügung. „Die großen Investitionen jetzt anzugehen, ist richtig“, sagte Grünen-Fraktionschefin Agnes Dürr.

Die größten Investitionen befinden sich im schulischen Bereich. Wie berichtet, will die Stadt in den nächsten Jahren 24,5 Millionen Euro für Schulen ausgeben. Darunter fällt die Erweiterung und Generalsanierung der Wittelsbacherschule. Das sei „überfällig“ und könne man nicht mehr verschieben, hieß es aus Reihen der FWG/UBG-Fraktion. Weitere 9,9 Millionen Euro entfallen auf den Bereich Kinder- und Jugendbetreuung, darunter etwa die Generalsanierung des Kinderhauses Abenteuerland. SPD-Fraktionschef Robert Baumgartner sprach angesichts der Sanierungsmaßnahmen der Kitas, Grund- und Mittelschulen von „Pflicht-Aufgaben“, denen man sich gerne stelle. Seine Fraktion stehe nach wie vor zu dem Ziel, die Kindertagesstätten, Schulgebäude und -gelände konsequent zu modernisieren. CSU-Fraktionsvorsitzende Manuela Kreuzmair sagte vor dem Hintergrund der Investitionen: „Germering ist ein hervorragender Bildungsstandort, und daran wollen wir festhalten.“

Ein weiterer Punkt: Die Kommune sichert sich noch in diesem Jahr für mehr als 6,7 Millionen Euro (davon zwei Millionen Fördergelder) 15 Mietwohnungen. Die Wohneinheiten sollen auf dem Areal an der Landsberger Straße entstehen und zu bezahlbaren Konditionen weitervermietet werden. Die SPD begrüße den Kauf sehr, sagte Baumgartner. Und Kreuzmair sagte: „Finanzierbarer Wohnraum und die Unterbringung von Obdachlosen ist ein drängendes Thema. Was wir tun können, machen wir.“

Auch die beiden Feuerwehrhäuser müssen erweitert werden, da sie zu klein geworden sind. Die Projekte verschlingen einen Großteil der 7,2 Millionen Euro, die im Bereich öffentliche Sicherheit vorgesehen sind.

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