In der Münchner Unterfahrt spielen normalerweise die Weltstars des Jazz. Die Stadtkapelle war jetzt dort zu Gast für die Aufnahme zum Jubiläumsfestival der Städtepartnerschaft von München und Harare. Das Konzert ist am Samstag im Internet zu sehen.
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In der Münchner Unterfahrt spielen normalerweise die Weltstars des Jazz. Die Stadtkapelle war jetzt dort zu Gast für die Aufnahme zum Jubiläumsfestival der Städtepartnerschaft von München und Harare. Das Konzert ist am Samstag im Internet zu sehen.

Germering

Stadtkapelle spielt für München

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Die Stadtkapelle ist zu einem besonderen Münchner Online-Festival geladen worden. Es findet zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft von München und Harare, der Hauptstadt von Simbabwe, statt. Das Konzert ist schon im Juli im Münchner Jazzclub Unterfahrt aufgenommen worden. Am Wochenende kann man es sehen und hören.

Germering – Auch Blasorchester haben es nicht leicht in Coronazeiten. Auftritte sind selten, die Probensituation schwierig. Die Stadtkapelle kann wie viele andere ein Lied davon singen. Umso mehr freuten sich die Musiker darüber, dass ihre Bewerbung für die Teilnahme an dem Festival in München erfolgreich war. Das Munich Harare Arts Gathering (Muhag) dauert von Freitag, 3., bis Sonntag, 5. September. Insgesamt 17 Musikgruppen, davon neun aus Harare und acht aus München, bieten insgesamt 17 Stunden Musik. Das Spektrum reicht dabei von Jazz über Rock und Pop bis zur Klassik. Und eben Blasmusik – für die sorgt die Stadtkapelle.

Warum die Stadtkapelle Teil des Spektakels sein darf erklärt Robert Baumgartner, Zweiter Vorsitzender und Trompeter. Die Mutter eines Musikers sei in der Münchner Stadtverwaltung tätig. So habe man erfahren, dass die Landeshauptstadt für das Jubiläumsfestival noch ein Sinfonisches Blasorchester suche. Weil die Weltstadt selbst keines hat, sah man sich in der Region um. Die Stadtkapelle hat sich daraufhin beworben und Glück gehabt.

„Wir waren sofort begeistert von der Idee“, berichtet Stadtkapellen-Vorsitzender Arno Euteneuer. „Der Auftritt für das Festival mit seiner großen Vielfalt an Musikrichtungen, dem internationalen Flair und dieser besonderen Weltoffenheit, passt perfekt zu dem was wir als Stadtkapelle schon immer mit unserer Musik verbinden.“

Auch das spezielle Online-Format habe sie gereizt, ergänzt Euteneuer und spricht damit eine weitere Besonderheit des Festivals an. Aufgrund der unsicheren Corona-Situation wurde es von den Veranstaltern von Anfang an als Streaming-Festival geplant.

Bereits im Juli wurden dazu die einzelnen Konzerte der Musikgruppen in der Münchner Unterfahrt und in Harare aufgenommen. Robert Baumgartner berichtet von einem tollen Erlebnis. Rund fünf Stunden habe man für die Aufnahme gebraucht. Die Veranstalter haben für die hochprofessionelle Technik mit Tonmeister und Kameramann gesorgt. Man habe das Konzert wie ein Liver-Ereignis gespielt – und tatsächlich habe man auch ein kleines Publikum gehabt. Im Jazzclub waren vier aus Simbabwe stammende Zuhörer: „Die sind begeistert mitgegangen,“ erzählt Baumgartner. Das gesamte Festival wird jetzt von Freitag bis Sonntag über die üblichen Social-Media-Kanäle im Internet ausgestrahlt. Die Stadtkapelle ist am Samstag um 17 Uhr zu sehen und hören. Zusätzlich bieten einige Münchner Veranstaltungsorte Public Viewing mit Rahmenprogramm an. Details dazu findet man auf der offiziellen Internetseite der Veranstalter, https://muhag.org/.

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