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Bebauungsplan

Stadtrat ebnet den Weg für Hospiz und Frauenhaus

  • Klaus Greif
    vonKlaus Greif
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Der Stadtrat hat den Bebauungsplan für das Grundstück an der Unteren Bahnhofstraße 22 so geändert, dass dem geplanten Bau eines Frauenhauses und eines Hospizes sowie öffentlich geförderter Wohnungen nichts mehr entgegensteht. Das Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus wurde der Max- und-Gabriele-Strobl-Stiftung mit der Zweckbestimmung überlassen, hier Hospiz und Frauenhaus zu bauen.

Der Wunsch der Stiftung, beide Einrichtungen klar getrennt unterzubringen, war allerdings nur mit einer Änderung des Bebauungsplanes möglich. Damit sich das Vorhaben städtebaulich einfügt, mussten die beiden nördlichen Grundstücks-Bereiche, auf denen momentan Wohngebäude stehen, ebenfalls überplant werden.

Das geplante Hospiz ist das erste im Landkreis. Außerdem soll es zusätzlich für die Nachbarlandkreise Dachau, Landsberg und Starnberg zuständig sein. Die Germeringer Hospizhelfer hegen seit langem den Traum, in der Stadt ein Zentrum für todkranke Menschen zu errichten. Der Vorsitzende, Alt-OB Peter Braun, hat sich in den vergangenen Jahren darum gekümmert, die Voraussetzungen für ein Hospiz zu schaffen. Für das Frauenhaus war lange Zeit nach einem geeigneten Standort gesucht worden. Die Pläne, die neue Einrichtung in Bruck zu etablieren, scheiterten im Stadtrat. Das bereits bestehende Frauenhaus in Fürstenfeldbruck, das es seit 27 Jahren gibt, ist mittlerweile zu klein. Deshalb müssen dort auch immer wieder Frauen abgewiesen werden.

Die Stadträte billigten die Bebauungsplanänderung ohne weitere Diskussion. Eike Höppner (SPD) nahm dies zum Anlass einer abschließenden Bemerkung: „Ich bin so froh, das wir das bekommen.“

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