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Vor fünf Jahren erst haben OB Andreas Haas und Energiereferent Christian Ganslmeier das Blockheizkraftwerk im Germeringer Norden in Betrieb genommen. Ein defekter Wärmeaustauscher setzte es vorübergehend außer Gefecht.

Germering

Stadtwerke: Klimaschutz mit Hindernissen

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Die Stadtwerke Germering wollten ökologisch korrekt sein und als neues Nutzfahrzeug eines mit Elektroantrieb ordern. Daraus wurde aber nichts: Mit dem einzig vorliegende Angebot konnte das Wasserwerk nichts anfangen, weil es nicht anhängertauglich war.

Germering – Michael Voss, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke, präsentierte im Werkausschuss seinen Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung der Stadtwerke im ersten Halbjahr. Dabei konnte er zum Betriebszweig Wasserwerk einerseits eine erfreuliche Bilanz abliefern. Die Erträge aus dem Wasserverkauf lagen beispielsweise mit 978 000 Euro leicht über dem Soll.

Weniger gut schilderte Voss den Versuch, das neue notwendige Nutzfahrzeug wie geplant als E-Mobil zu kaufen. Der Markt dafür sei doch noch sehr klein, berichtete Voss. Das einzige Angebot, dass man erhalten habe, habe man im Rahmen einer Probefahrt getestet. Dabei habe sich herausgestellt, dass an den Kleinlaster keine Anhängerkupplung angebaut werden dürfe. Das sei für den Betrieb aber unerlässlich, so Voss. Folge: „Wir haben die Anschaffung zurückgestellt.“ Die Suche nach anderen Fahrzeugen geht aber weiter.

Heizkraftwerk defekt

Für den Betriebsbereich Energieversorgung erklärte Voss, dass die Erweiterung des Blockheizkraftwerks (BHKW) am Hallenbad geprüft werde. Von hier aus soll künftig ein zweites Fernwärmenetz aufgebaut werden. Anschluss-Interessenten gibt es schon, ein erster Kunde wird wohl schon ab diesem Herbst versorgt. Um dies sicherzustellen, wird ein Kraftwerks-Provisorium aufgestellt. Dies wird so lange in Betrieb bleiben, bis die Erweiterung des BHKW abgeschlossen ist.

Die bestehende Heizzentrale im Gewerbegebiet Nord ist zwar erst vor fünf Jahren in Betrieb genommen worden. Dennoch musste er dem Bericht von Voss zufolge wegen eines defekten Abgaswärmetauschers vorübergehend vom Netz genommen werden. Um die notwendige Wärme für die angeschlossenen Nutzer weiter erzeugen zu können, wurde vorübergehend ein Gaskessel genutzt, der eigentlich nur zur Abdeckung der Leistungsspitzen vorgesehen ist. Die Reparatur des Wärmetauschers wird von der Versicherung übernommen. Ob es auch Schadensersatz wegen des Ausfalls gibt, wird noch geprüft.

Das Hallenbad war bis zum Saisonende im Juni deutlich besser besucht als im Vorjahr: Die Zahl schnellte von 53 912 im ersten Halbjahr 2018 auf jetzt 66 925. Die folgenden Monate waren dann geprägt vom Hagelschaden, dessen Reparatur aufwendiger war als gedacht. Das Bad war deswegen im Sommer drei Wochen länger geschlossen als sonst. Wie sich das zum Jahresende auf die Gesamtbesucherzahl auswirkt, bleibt abzuwarten.

Neue Eistechnik

Die Situation im Freizeitzentrum mit Freibad und Eisstadion war geprägt durch eine Erneuerung der Badewasser- und der Eistechnik. Letztere wird von Gas- auf Elektrobetrieb umgestellt und erfordert eine Investition von rund 400 000 Euro. Die Technik-Erneuerung im Freibad kostet 240 000 Euro.

Problematischer als gedacht ist die geplante Umgestaltung des Kleinkinderbereichs im Freibad. Es gab zwar eine Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Allerdings sind die Vorschriften, die beachtet werden müssen, so umfangreich, dass jetzt ein Fachbüro mit der Planung beauftragt werden muss.

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