Im Hochbehälter bei Nebel werden rund zehn Millionen Liter Wasser für das Germeringer Leitungsnetz gespeichert.

Germering

Stadtwerke müssen kräftig investieren

  • Klaus Greif
    VonKlaus Greif
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Die Stadtwerke investieren im kommenden Jahr insgesamt rund 4,8 Millionen Euro. Die größten Summen werden dabei im Energiesektor für den Bau einer Fernwärmeinsel am Hallenbad fällig.

Germering – Die Erweiterung des Hallenbads schlägt erst im Jahr 2021 kräftig zu Buche. Der Wirtschaftsplan 2020 des Eigenbetriebs Stadtwerke ist im Werkausschuss vorgestellt und ohne große Diskussion gebilligt worden. Der Haushalt muss noch vom Stadtrat endgültig genehmigt werden.

Michael Voß, wirtschaftlicher Leiter der Werke, präsentierte ein relativ unspektakuläres Zahlenwerk, das allerdings nicht mehr ganz aktuell war. Grund: Die Auswirkungen der vom Stadtrat erst vor kurzem beschlossenen München-Zulage für die Mitarbeiter der Stadt waren Voß zufolge noch nicht kalkulierbar. Kämmerer René Mroncz reichte die Zahl in der Sitzung mündlich nach. Er rechnet mit Mehrausgaben in Höhe von rund 120 000 Euro für die Stadtwerke.

Wasserwerk

Die Geschäfte der Stadtwerke-Sparte Wasserwerk laufen im kommenden Jahr relativ unverändert weiter. Die Umsatzerlöse aus dem Wasserverkauf entsprechen mit rund 1,8 Millionen Euro denen des aktuellen Jahres. Bis 2022 wird lediglich mit einer jährlichen Steigerung von 0,5 Prozent wegen der Zuzugsrate nach Germering zu rechnen sein.

Weil die geplante 330 000 Euro teure Sanierung der Außenhaut des Wasser-Hochbehälters bei Nebel in die Jahre 2021 und 2022 verschoben wird, gibt es 2020 keine großen Investitionen neben der Instandhaltung und dem Ausbau des Leitungsnetzes. Die Germeringer dürfen sich allerdings auf einen Trinkwasserbrunnen freuen, der wohl in der Nähe der Stadtbibliothek errichtet wird. Kosten: 10 000 Euro.

Energieversorgung

Im Geschäftsbereich Energie fallen im kommenden Jahr die größten Investitionen an. Für den beschlossenen Bau der Fernwärme-Insel am Hallenbad sind 1,7 Millionen Euro eingeplant. Für mögliche Investitionen im Bereich regenerativer Energien steht eine Million Euro zur Verfügung. In die Heizzentrale im Gewerbegebiet Nord werden 210 000 Euro gesteckt. Die Anlage soll durch den Einbau eines Pufferspeichers optimiert werden. Dadurch ist laut Werkleiter Roland Schmid ein höherer Ertrag möglich.

Hallenbad

Beim Hallenbad macht sich im kommenden Jahr erstmals die anstehende Erweiterung um ein Multifunktionsbecken mit Eltern-Kind-Bereich bemerkbar – allerdings nur mit Planungskosten in Höhe von 500 000 Euro. Der Bau schlägt dann erst in den Folgejahren durch. 2021 sind sechs Millionen Euro, 2022 fünf Millionen Euro und 2023 535 000 Euro fällig. Insgesamt kommt die Erweiterung damit wie beschlossen auf rund 12,1 Millionen Euro.

Freizeitzentrum

Der Waldstreifen im Freibad entlang des Lärmschutzwalls zur A 96 wird nächstes Jahr gerodet und wieder aufgeforstet. Kosten für die Stadt: rund 75 000 Euro. Notwendig geworden war dies, weil nach heftigen Stürmen im Jahr 2018 etliche der dort stehenden Bäume umgefallen sind. Weil Gefahr bestand, dass die noch stehenden Gehölzer ebenfalls sturmgefährdet sind, war die betroffene Fläche am Rand der Liegewiese seit 2018 gesperrt. Nach der Aufforstung ist sie wieder zugänglich.

Für die ebenfalls notwendige Neugestaltung des Kleinkinderbereichs haben die Stadtwerke jetzt einen eigenen Planungsauftrag vergeben. Notwendig war dies Michael Voß zufolge, weil die Auflagen des Gesundheitsamtes zu umfangreich sind. Die Planung alleine kostet 50 000 Euro. Für den Umbau selbst stehen 250 000 Euro im Jahr 2021 zur Verfügung.

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