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Die FTG-Tennishalle ist mittlerweile geschlossen. Wie es auf dem Areal weitergeht, steht in den Sternen. 

Stadtrat

Tennishalle: Es muss so bleiben, wie es ist

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Das Areal der FTG-Tennishalle an der Schmiedstraße muss in den nächsten zwei Jahren so bleiben, wie es ist. Der Stadtrat hat jetzt eine dafür notwendige Veränderungssperre erlassen.

Germering – Die Pläne von FTG-Betreiber Georg Mayerhöfer, die Tennishalle zu schließen und dort künftig ein Teppichlager und eine Eventhalle zu etablieren, haben für Aufregung unter den Anwohnern gesorgt. Sie befürchten, dass vor allem die angebotenen Events eine Lärmbelastung mit sich bringen werden. Eine Informationsveranstaltung von Mayerhöfer vor einigen Wochen hat die Gemüter nicht besänftigt.

Das war jetzt auch in der Sitzung des Stadtrates zu spüren. Noch bevor der Tagesordnungspunkt „Erlass einer Veränderungssperre für den Bereich Augsburger Straße, Hochrainweg, Schmiedstraße“ aufgerufen wurde, meldete sich in der Bürgerfragestunde Helmut Erhardt zu Wort. Das Mitglied des Seniorenbeirats gab sich als Anwohner am Hochrainweg zu erkennen und äußerte seine Befürchtungen, dass hier künftig täglich 500 Autos anfahren und jede Menge Krach machen würden. Er wollte von OB Andreas Haas wissen, ob die Stadt das verhindern könne. Er habe das Gefühl, dass sich Mayerhöfer nicht davon abhalten lasse: „Der hat schon so viel Geld da rein gesteckt. Das macht man doch nicht, wenn man keine Chancen hat, es umzusetzen.“

Der Rathauschef konnte Erhardt letztlich beruhigen. Auch die Stadt wolle keine Nutzungen auf dem Areal zulassen, die die Ziele eines noch aufzustellenden Bebauungsplanes gefährden könnten. Deswegen habe man den Erlass einer Veränderungssperre empfohlen. Der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss hat dies im April bestätigt. Im Stadtrat wurde dieses Instrument jetzt als geltende Satzung beschlossen.

Damit kann die Stadt laut Stadtbaumeister Jürgen Thum allen Baugesuchen des Besitzers widersprechen. Dazu zählen auch Nutzungsänderungen, die den Zielen der Stadt für das Gebiet widersprechen. In der Satzung ist auch geklärt, dass bauliche Anlagen nicht beseitigt werden dürfen. Die Tennishalle muss also in jedem Fall stehen bleiben. Außerdem darf der Inhaber keine wertsteigernden Veränderungen von Grundstücken und baulichen Anlagen vornehmen. Die Veränderungssperre gilt zunächst für die Dauer von zwei Jahren, kann aber verlängert werden.

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