+
Die vor der Tennishalle liegenden Außenplätze sollen zum Parkplatz umfunktioniert werden.

In Germering

Tennishalle soll Teppichlager werden

  • schließen

Das Tenniszentrum mit Halle und Freiplätzen an der Schmidstraße schließt Ende April für immer. Inhaber Georg Meyerhöfer will die Hallen befristet als Tagungscenter und Teppichlager nutzen. Der Stadtrat hat eine Veränderungssperre beschlossen. Eine Nutzungsänderung ist dort vorerst nicht gewollt.

Germering - Der Betrieb des Freizeit-Tenniscenters (FTG), das genau gegenüber dem Bauhof liegt, ist wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Im Sommer ist die Halle leer. Nur im Winter sorgen die beiden örtlichen Tennisclubs, die eigene Hallen haben, für eine einigermaßen gute Ausnutzung. Inhaber Georg Meyerhöfer hat deswegen schon länger den Entschluss gefasst, den Sportbetrieb in den Hallen auf den Freiplätzen einzustellen und das Gelände anderweitig zu nutzen.

Befristet auf drei Jahre soll eine Halle als Teppichlager genutzt werden. Die zweite soll an größere Unternehmen für Vortragsveranstaltungen und Tagungen vermietet werden, erklärt Meyerhöfer. Die notwendigen Parkplätze dafür sollen auf den jetzigen Außen-Tennisplätzen geschaffen werden. Wenn möglich, will Meyerhöfer sie über die Augsburger Straße anbinden, um die Belastung der Anwohner zu minimieren.

Ob FTG-Betreiber Georg Meyerhöfer seine Pläne verwirklichen kann, steht zurzeit aber in den Sternen. Die Stadt befürchtet nämlich, dass mit dieser Umnutzung Tatsachen geschaffen werden, die einer bestehenden Rahmenplanung für das Gebiet entgegenstehen. Der Stadtrat erließ deswegen eine Veränderungssperre, die für zwei Jahre gültig ist. Wie Stadtbaumeister Jürgen Thum erklärt, betrifft diese Sperre auch Nutzungsänderungen. Allerdings müsste die Stadt dies bei jedem Antrag des Eigentümers genau prüfen.

Anwohner sind nicht begeistert

In den Unterlagen zur Stadtratssitzung war zu lesen, dass der Inhaber unter anderem eine Eventhalle mit 640 Plätzen plane. Dies war wohl ein Grund dafür, dass sich zahlreiche in der Nähe der Halle wohnende Germeringer in der Sitzung näher Informieren wollten. Befürchtet wird offensichtlich eine vermehrte Lärmbelastung auch wegen einer Zunahme des Verkehrs.

Das Gegenteil wird der Fall sein, verspricht Meyerhöfer. Sollte die Anbindung an die Augsburger Straße gelingen, würden die Anwohner weitaus weniger von Autolärm geplagt sein als jetzt. Der Begriff Eventhalle erweckt aus seiner Sicht auch falsche Vorstellungen. Er werde hier keineswegs Konzerte oder Rambazamba veranstalten. Um die Anwohner zu beruhigen, werde er sie in Kürze zu einer Informationsveranstaltung in die Halle laden.

Die Rahmenplanung für das Gebiet hat die Stadt schon im November 2010 vorgestellt. Demnach soll das Areal zwischen der Augsburger Straße, dem Hochrainweg und der Schmidstraße als Mischgebiet mit Wohnen und Gewerbe ausgewiesen werden.

Als problematisch wurde damals übrigens die Nähe zum Bauhof ausgemacht: Dessen Lärmemissionen stehen Wohnungen entlang der Schmidstraße, hier befinden sich die Tennishalle und auch die Plätze des TC Unitas, entgegen.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung aber nicht nur eine Veränderungssperre für das Gebiet erlassen. Gleichzeitig wurde die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Als Art der Nutzung wird Wohnen und Gewerbe vorgegeben.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Baum stürzt auf fahrendes Auto
Das Unwetter am Freitagabend hat auch in der Region Fürstenfeldbruck zahlreiche Bäume zum Umstürzen gebracht. Bei Adelshofen fiel ein Stamm sogar auf ein fahrendes Auto.
Baum stürzt auf fahrendes Auto
CSU fordert abschließbare Fahrradboxen am Bahnhof
Nach Ansicht der CSU würden weit mehr Bürger der Gemeinde mit dem Fahrrad zur S-Bahn kommen, wenn es dort sicherer abgestellt werden könnte.
CSU fordert abschließbare Fahrradboxen am Bahnhof
Der Schweinehund-Bezwinger
Robert Schramm, 52, ist Extrem-Sportler. Unter anderem läuft er mit Anfang 50 die längsten Treppen der Welt nach oben. Wie er das macht? Reine Kopfsache. Über ein …
Der Schweinehund-Bezwinger
„Hier ist alles schnell erreichbar“
 Niemand kennt die Brucker Straßen so gut wie die Menschen, die in ihnen wohnen. Sie erleben sie bei Tag und Nacht. Sie wissen, wo die schönsten Ecken und gemütlichsten …
„Hier ist alles schnell erreichbar“

Kommentare