Ein Schüler macht einen Corona-Test
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Bald Alltag in den Schulen? Kinder testen sich auf das Corona-Virus. 

Corona-Pandemie

Testpflicht stellt Schulen vor Herausforderung

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Ab Montag gilt die Corona-Testpflicht an den Schulen. Nur wer ein negatives Testergebnis hat, darf am Präsenzunterricht teilnehmen. Die Durchführung der Tests stellt die Schulen vor Herausforderungen.

Germering - Am Max-Born-Gymnasium (MBG) in Germering geht Schulleiter Robert Christoph aber davon aus, dass die Aufgabe geschultert werden kann. Die positive Nachricht schickte Christoph im Gespräch mit dem Tagblatt gleich vorweg: „Die Tests sind in ausreichender Zahl da.“ Das gilt laut Günter Sigl vom Schulreferat im Landratsamt auch für die anderen Schulen im Landkreis. „Die Bestückung ist schon vor den Osterferien erfolgt“, berichtet er. Außerdem sind Nachbestellungen möglich.

Am MBG erfolgen die Tests in den Klassenzimmern. Die Lehrer bekamen dazu laut Christoph gutes Anschauungsmaterial zur Verwendung der Tests. Doch was passiert mit den positiven Fällen? „Wir haben uns dazu entschieden, sie in der Bibliothek der Schule zusammenzuführen – natürlich mit entsprechend großem Abstand.“

Aus der Lehrerschaft sei ein Team zusammengestellt worden, das die pädagogische Betreuung der „hoffentlich wenigen positiv Getesteten“ übernimmt, so Christoph. Und zwar so lange, bis die Betroffenen von ihren Eltern abgeholt werden. Dass es dabei Probleme gibt, weil Eltern berufstätig sind, will Christoph nicht ausschließen, aber auch nicht zu hoch hängen. „Wir hatten auch schon vor Corona Fälle, bei denen Schüler von ihren Eltern abgeholt werden müssen.“ Dies gelinge im Normalfall problemlos.

Die Testpflicht verärgert viele Eltern. Unter anderem befürchten sie eine Stigmatisierung positiv Getesteter. Der Schulleiter kann deren Haltung verstehen. Andererseits sei Präsenzunterricht besser als Homeschooling. „Und wenn der nur mit den Tests möglich ist, dann ist das eben so“, sagt Christoph. Wie verfahren wird, wenn Eltern den Test an ihrem Kind komplett verweigern, steht laut Schulamt noch nicht fest. Im Raum steht eine Beurlaubungsmöglichkeit, man warte aber noch auf Anweisungen aus dem Ministerium.

Noch fehlt im MBG die praktische Erfahrung, da es ja erst nach den Osterferien mit den Tests losgeht. „Ich glaube aber, dass wir das logistisch und pädagogisch gut hinbekommen“, sagt Christoph. Nachjustierungen seien möglich.

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