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Aus Oberpfaffenhofen durch den Brucker Landkreis

Trassen-Suche für Hubschrauber-Transport

Schwertransporte sind immer eine aufregende und spannende Sache. Demnächst sollen Lkw mit sechs Hubschraubern durch den Landkreis rollen. Nun wird überlegt, welche Route am besten geeignet ist. Die Meinungen gehen auseinander.

Germering/Gilching – Die Militär-Helikopter befinden sich derzeit in Oberpfaffenhofen. Sie müssen ins fränkische Roth transportiert werden. Ursprünglich sollte das auf einer Route passieren, die durch Gilching, Germannsberg, Biburg und Wagelsried führt. Doch dagegen hat die Polizei Germering ihr Veto eingelegt. „Man muss nicht über die Dörfer tingeln“, sagt der Vizeleiter der zuständigen Germeringer Polizei, Andreas Ruch. Die Schwertransporter sind 4,40 Meter hoch, drei Meter breit und 24 Meter lang – eine gewisse Herausforderung für denjenigen, der die Route festlegen soll.

Die Gemeinde Alling wurde unlängst von der Bundeswehr und dem Transportunternehmen informiert, dass sich im Dezember und Januar an insgesamt sechs Terminen – vermutlich immer gegen vier Uhr früh – die Schwertransporte durch ihre Ortsteile bewegen werden. Die Fracht wäre von Gilching über die Römerstraße gekommen. Bei Wagelsried sollten sie auf die B 2 einschwenken, von dort auf die B 471 fahren – Richtung Oberschleißheim und weiter zu ihrem Bestimmungsort. Der Allacher Tunnel auf der A 99 etwa sei zu niedrig für die Lkw, lautete die Begründung gegenüber der Gemeinde Alling. Der eigentlich naheliegende Weg über die Lindauer Autobahn und die Westumfahrung A 99 scheide aus, hieß es. Auch kleinere Brücken, wie etwa über den Starzelbach in Alling müssten die Kolosse meiden.

Die Germeringer Polizei, die den Schwertransporter begleiten wird, ist mit dieser Route nicht einverstanden, wie Polizeisprecher Andreas Ruch auf Nachfrage erklärte. Allein dass die Laster mitten durch Gilching gerollt wären, habe Bedenken geweckt.

Die Beamten haben dem Transportunternehmer daher eine andere Route vorgeschlagen: Zuerst doch über die Lindauer Autobahn von der Ausfahrt Weßling zum Autobahnkreuz Südwest und weiter auf der A 99 bis zur Anschlussstelle Germering-Nord und dann wie ursprünglich vorgesehen auf der B 2 nach Bruck. Auf der A 96 und der A 99 seien Brücken und Unterführungen, die bei dieser Variante passiert werden müssten, durchaus geeignet, sagte Ruch: Die Polizei wartet nun auf eine Antwort auf den neuen Routenvorschlag. Bis die Lkw starten, könne noch einige Zeit vergehen. Der Gilchinger Bürgermeister hätte im Übrigen kein Problem mit dem Schwertransport durch seinen Ort.  st/op/ps

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