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Schon wieder Arbeiter am Kleinen Stachus: Die Männer sollten herausfinden, ob das Fundament für den Christbaum vergrößert werden kann.

Kleiner Stachus

Der Traum vom großen Christbaum ist vorerst ausgeträumt

Das Fundament für den Christbaum am Kleinen Stachus in Germering ist zu klein. An eine Vergrößerung ist jedoch nicht zu denken.

Germering – Der größte je von Menschen aufgestellte Weihnachtsbaum stand 1950 in Seattle (USA). Fast 68 Meter ragte die Douglasie in den Himmel. Auch in Germering will man in Sachen Christbaum hoch hinaus – wenn auch in anderen Maßstäben. Die Fichte, die Mitarbeiter des Bauhofs im vergangenen November am Kleinen Stachus aufstellten, maß immerhin 14 Meter. Doch das war zu viel für das Fundament. Deswegen wurde der Stamm wenige Tage später um vier Meter gekürzt. Das sollte heuer nicht wieder passieren.

So entwickelte die Stadt einen Plan: Ein größeres Fundament kann einen größeren Baum tragen. Zu Wochenbeginn rückten Arbeiter am Kleinen Stachus an und rissen das erst vor zwei Jahren verlegte Pflaster auf. Denn ob sich der Plan in die Tat umsetzen lassen würde, war unklar. „Im Boden liegen Gas-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen“, so Karin Tichy vom Bauamt. Zwar sind die auch auf Plänen verzeichnet. „Aber Papier ist geduldig.“

Also mussten die Männer in Orange ran. Doch was die entdeckten, machte die Germeringer Träume von einem großen Weihnachtsbaum am Kleinen Stachus erst einmal zunichte. Denn das rund einen Kubikmeter große Fundament ist nur so umschlungen von Leitungen. An eine Vergrößerung sei deshalb nicht zu denken, sagt Stadtbaumeister Jürgen Thum. Denn das neue Fundament sollte laut Tichy fast doppelt so groß werden.

Für die diesjährige Weihnachtszeit ist das Thema erstmal vom Tisch. Zu den Akten will es Thum noch nicht legen. Es wird bald auf der Ostseite des Platzes gebaut. Wenn alles fertig sei, könne man sich überlegen, ob man dort einen neuen – großen – Baum aufstellen könne. „Das wäre zumindest eine Möglichkeit.“

von Tobias Gehre

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