Bilanz

Trotz neuer Gabe: Sozialstiftungkämpft mit den Niedrigzinsen

 Die Germeringer Sozialstiftung hat eine Zustiftung in nennenswerter Höhe von einer Germeringerin erhalten, die anonym bleiben will. Wie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Johannes Rauter mitteilt, bringt diese Zustiftung einen großen Vorteil mit sich: „Damit ist die notwendige Voraussetzung auf eine Zweckerweiterung der Sozialstiftung erfüllt.“

Germering– Einen entsprechenden Antrag habe man schon bei der Regierung von Oberbayern gestellt. Wenn ihm wie erwartet stattgegeben wird, kann die Sozialstiftung in Zukunft auch Jugend- und Altenhilfe und Bildung und Erziehung direkt fördern.

Trotz der Zustiftung fällt die Bilanz des neuen Vorstands nicht besonders rosig aus. Rauter, der mit Stephan-Johannes Reinhold dem Vorstand seit sechs Monaten führt, weist unter anderem auf die nach wie vor schlechte Zinslage hin. Dank alter Papiere liege der Ertrag noch bei 0,8 Prozent, die Inflationsrate aber bei zwei Prozent. Dies wirkt sich vor allem deswegen aus, weil Stiftungen Projekte nur mit Zinserträgen des Vermögens unterstützen dürfen.

Die Stiftung würde sich deswegen freuen, so Rauter weiter, wenn sie, ohne einen Förderverein gründen zu müssen, von jedem Germeringer einmal im Jahr zehn Euro erhielte: „Im Jahr 2016 haben uns 98 Bürger gespendet. Wir finden das ist ausbaufähig bei rund 20 000 Einkommensbeziehern in Germering.“

Die Stiftung wird im laufenden Jahr weiterhin Projekte der Eugen-Papst-Schule, die Hausaufgabenhilfe der Arbeiterwohlfahrt und einen Deutschkurs für die Übergangsklasse der Wittelsbacher Schule unterstützen. Gefördert wird außerdem ein Musikunterricht im Frauen- und Mütterzentrum sowie Musikkurse in den Kindertagesstätten Sonnenschein und Regenbogen. Die anstehenden Großprojekte, der Bau eines Hospizes und eines Frauenhauses, werden weiterverfolgt.  kg

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