Brandschutzkonzept umgesetzt

TSV-Halle saniert und sicher

Die aufwändige Brandschutzsanierung des Sportzentrums des TSV Unterpfaffenhofen ist abgeschlossen. Rund zweieinhalb Jahre haben die Arbeiten gedauert. Die Kosten hat der Verein weitgehend selbst gestemmt.

Germering– Die Sanierung der TSV-Halle an der Alfons-Baumann-Straße war teuer. Wenn Kassier Werner Fritzen einschließlich der letzten Rechnungen alles addiert hat, wird eine Million Euro überschritten sein. Ein Zuschuss der Stadt in Höhe von 120 000 Euro ist dabei mit eingerechnet. „Wir sind stolz darauf, dass wir das geschafft haben“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Wilfried Kaiser bei der Präsentation der erneuerten Anlage.

Vor zweieinhalb Jahren sei von Stolz keine Rede gewesen, erinnerte sich Kaiser. Er spielte damit auf den Zeitpunkt an, als der Vereinsführung die Notwendigkeit der Maßnahme voll bewusst geworden war. Ein Gutachten der Stadt hatte umfassenden Handlungsbedarf in Sachen Brandschutz angemahnt. „Das war ein großes mentales Loch“, sagte Kaiser. Damals seien sogar Gedankenspiele aufgetaucht, das Sportzentrum abzugeben. Doch aus diesem Tief ist der Verein dann ganz schnell herausgekommen. „Nicht mehr im eigenen Haus, das wäre nicht mehr der TSV gewesen“, so Kaiser mit dem Hinweis auf die 87-jährige Vereinsgeschichte.

Also griff man die finanziellen Reserven an, führte viele Gespräche mit den insgesamt 17 Abteilungen. Schließlich mussten für 80 000 Euro noch zusätzliche Unterstellmöglichkeiten für Sportgeräte geschaffen werden. „Es war wichtig, dass sich alle mit Forderungen zurückgehalten“, weist Fritzen auf den Zusammenhalt im Verein hin. Zahlungen habe man gleichwohl geleistet, wo Modernisierungen oder Ergänzungen von Gerätschaften notwendig gewesen seien. „Unser Sportbetrieb soll zeitgemäß und modern bleiben.“

Nun ist aber das Polster bis auf 50 000 Euro zusammengeschrumpft, informiert Fritzen auf Nachfrage des Münchner Merkur. „Für einen Verein unserer Größenordnung ist das ungefähr so, als wenn ein einzelner Bürger vielleicht noch 50 Euro auf dem Girokonto liegen hat“, verdeutlicht Fritzen. „Die wissen aber auch, dass man gerade für solche Ausgaben, solche Rücklagen geschaffen hat.“

Bei seinen Jahresversammlungen spielte der TSV Unterpfaffenhofen bezüglich der Ausgaben stets mit offenen Karten. Derzeit hat der Verein 5700 Mitglieder und ist damit der mitgliederstärkste im Landkreis. Für die sieht der TSV-Vize Wilfried Kaiser einen bleibenden Zusammenhalt und „ein großes Bewusstsein, Sport im eigenen Haus betreiben zu können“.

Kaiser spricht in dem Zusammenhang von einer gewissen sozialen Kontrolle und nennt dafür zwei Beispiele. Sollte es irgendeine Beschädigung in der Halle geben werde dies ebensoschnell bemerkt als wenn jemand aus Jux alle Duschen auf einmal aufdrehen würde.

„Wir werden erst einmal wieder sparen müssen“, bilanzierte Kaiser noch. Und Fritzen fügt hinzu: „Für die nächsten zwei bis drei Jahre sollten wir Ruhe haben.“ Das werde man den Mitgliedern bei der anstehenden Jahresversammlung am Freitag, 19. Mai, 18.30 Uhr, noch einmal erklären.

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