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Der wiedergewählte Vorstand des TSV Unterpfaffenhofen (v.l.): Oliver Elste (Vorsitzender), Willi Braun (Technischer Leiter), Werner Fritzen (Kassier), Claudia Bendel (Schriftführerin) und Willi Kaiser (Zweiter Vorsitzender).

Mitgliederversammlung

TSV Unterpfaffenhofen braucht mehr Geld

Es warten neue Aufgaben auf den TSV Unterpfaffenhofen. Der wiedergewählte Vorstand muss das ausgedünnte Finanzpolster stärken, damit der Verein sein Eigentum bewahren kann.

Germering– Nach der erfolgreichen Sanierung des Sportzentrums an der Alfons-Baumann-Straße muss der wiedergewählte Vorstand muss das ausgedünnte Finanzpolster stärken, damit der Verein sein Eigentum bewahren kann. Der alte und neue Vorsitzende Oliver Elste sprach bei der Mitgliederversammlung von ereignisreichen zwei Jahren, die hinter dem Verein liegen. Vor allem die aufwändige Brandschutz-Modernisierung für knapp eine Million Euro prägte seine erste Amtszeit.

Für die kommenden zwei Jahre nannte Kassier Werner Fritzen als Hauptziel: „Wir müssen wieder Speck auf die Rippen bekommen.“ Die einst hohen Rücklagen, die vor einem Jahr nur knapp unter einer Million Euro rangierten, sind in den mittleren fünfstelligen Bereich abgerutscht. Auch das deutliche Ansteigen der Gebühren des Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) wurde von Fritzen kritisch betrachtet. So betrugen nach seinen Angaben die Abgaben in 2016 insgesamt 21 600 Euro, während der BLSV heuer im Januar allein 24 600 abbuchte. Die einzelnen Fachverbände, so Fritzen, seien da noch gar nicht berücksichtigt.

Ein weiterer Grund für die geschwundenen Rücklagen ist ein Grundstückskauf aus dem vergangenen November. „Das hat uns an den Rand der Liquiditätsfähigkeit gebracht“, räumte Fritzen ein. Man habe mit dem spitzesten aller Bleistifte rechnen müssen. Die einzelnen Abteilungen leisteten ihren Beitrag, indem sie nur wirklich notwendige und erhaltende Maßnahmen beantragten. „Dafür sind wir jetzt Eigentümer von 780 Quadratmetern“, sagte der Kassier.

„Unser Zuhause“, nannte Zweiter Vorsitzender Wilfried Kaiser das Sportzentrum. Der Bitte um die pflegliche Behandlung des Vereins-Eigentums folgte ein Hinweis darauf, dass der TSV mit seiner Anlage die öffentliche Hand kaum strapaziere – obwohl er mit knapp 5700 Mitgliedern größter Verein des Landkreises ist. „Wäre es nicht besser, wir übertragen unser Sportzentrum der öffentlichen Hand und nutzen dann das Haus mehr oder weniger kostenfrei“, fragte Kaiser und verwies auf das Jugendheim Rübezahl. Dort würde sich die Stadt als Grundstückseigentümer um nahezu alles kümmern: „Und bezahlt wird zumeist wohl von der öffentlichen Hand, zugegebenermaßen für die Nutzer einer guten Sache.“

Er schloss daraus, dass dem TSV die Unabhängigkeit, Entscheidungen allein treffen zu können, viel wert sei. „In einer immer komplizierteren Welt werden unsere Mitglieder erkennen, dass der TSV im besten Sinn eine gute Heimat hat“, so Kaiser. Das verlange einen klaren Kopf und einen langen Atem. Dies würden immer kompliziertere und teurere Vorschriften notwendig machen.

von Hans Kürzl

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