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Noch ist für die U 5 in Laim Schluss. In zehn Jahren soll sie bis Pasing fahren, Mitte der 30er dann nach Freiham. Ob dann nach Germering weitergebaut wird, steht noch in den Sternen. 

Nahverkehr

U-Bahn bis Germering ein Projekt der nächsten Generation

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Der Traum von einer U-Bahn nach Germering darf weitergeträumt werden. Vertreter der Stadt München und der MVG stellten im Rathaus jetzt ihre Pläne für die Verbindung nach Freiham vor – und zeigten sich offen für eine Verlängerung nach Germering. Es dürfte aber wohl ein Projekt für künftige Generationen sein.

Germering – Prall gefüllte S-Bahnen, verstopfte Straßen: Gerade zu den Stoßzeiten wird das Vorankommen in Richtung Landeshauptstadt oft zur Qual. Eine neue Verbindung nach München käme da gerade recht. Die könnte es in Form der Verlängerung der U-Bahnlinie 5 auch geben. Wann es so weit sein könnte, steht aber noch in den Sternen.

Noch endet die U 5 am Laimer Platz. Läuft alles nach den Plänen der Stadt München und der MVG hält die U-Bahn in zehn Jahren auch in Pasing. Erst dann sollen die Arbeiten für die Verlängerung nach Freiham beginnen, erklärte Robert Adam vom Münchner Planungsreferat in der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses. Mitte der 30er-Jahre könnten die Gleise dann bis Freiham fertig sein.

Sollte man sich bis dahin darauf einigen, die Gleise bis nach Germering weiter zu führen, müssten mehrere Punkte geklärt werden, sagte Robert Adam: Wo ist die beste Trasse? Wo soll die Bahn enden? Braucht man Park&Ride-Anlagen? Beeilen müsse man sich damit nicht, so Adam. „Das ist ein Projekt der nächsten Generation.“

U-Bahn bis Freiham kommt

Alles andere als Zukunftsmusik ist allerdings die U-Bahn bis nach Freiham. Sie kommt. Das ist sicher. Und obwohl erst Mitte der 30er mit der Ankunft erster Züge zu rechnen ist, wird dort schon bald gebaut, erklärte Frank Frischeisen vom Münchner Baureferat. Das hat einen ganz pragmatischen Grund: Noch gibt es in Freiham viele Brachflächen. Dort ist es wesentlich einfacher, etwas zu errichten, als in bebautem Gebiet. Entstehen soll eine Abstellanlage für Züge – unterirdisch und nahe der A 99, dort, wo jetzt die B 2 endet.

Den Endbahnhof in Freiham planen die Verantwortlichen so, dass von dort aus problemlos weiter gegraben werden könnte. Die Germeringer U-Bahn würde dann die Autobahn unterqueren, um weiter nach Westen geführt zu werden.

Busse statt Bahn

Im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss zeigte man sich zwar angetan für die Möglichkeit, irgendwann mal eine U-Bahn zu bekommen. Barbara Hagmann (Grüne) erkundigte sich bei den Vertretern der Stadt München aber auch darüber, wie der aktuelle Verkehrskollaps bis zur Fertigstellung der U-Bahn nach Freiham überwunden werden soll. Die Lösung: Busse sollen so lange die Leute befördern, bis die U-Bahn fertig ist. Oberbürgermeister Andreas Haas wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Landkreis gerade eine Linie in den westlichsten Münchner Stadtteil plane.

Die Chancen einer Seilbahn nach München – die SPD-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht – wollte Robert Baumgartner ausloten. Und auch bei dieser Idee zeigten sich die München-Vertreter nicht abgeneigt. Momentan gebe es Pläne, für ein Projekt im Norden der Landeshauptstadt. Man wolle die Erfahrungen daraus aber erst einmal abwarten.

Gesprochen wurde im Ausschuss auch über mögliche Kosten des U-Bahn-Plans – mit ernüchterndem Ergebnis. Mit wie viel genau eine Verbindung in die Große Kreisstadt zu Buche schlagen würde, blieb zwar offen. Eines wurde aber klar: Billig wird es in keinem Fall. Alleine die vier Kilometer von Laim nach Pasing kommen laut Robert Adam auf rund 700 Millionen Euro.

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