Das Kreuzlinger Feld gehört zu den Bereichen, bei denen der Umweltbeirat ein begrenztes Wachstum fordert.

Fragerunde mit dem Rathauschef

Umweltbeirat fordert Begrenzung des städtischen Wachstums

 Auf Kuschelkurs gingen der Umweltbeirat und Oberbürgermeister Andreas Haas nicht, als sie im Rahmen der jüngsten Sitzung aufeinandertrafen.

GermeringVon Seiten der Stadt begegnet man dem Umweltgremium jedoch mit Respekt. Dieses hatte das Stadtoberhaupt zum Dialog unter anderem über Innenverdichtung, Verkehrsführung und die Entwicklung in Freiham gebeten.

Beiratsmitglied Hans-Jürgen Gulder machte aus seiner Kritik keinen Hehl. „Ich hätte mir vom Oberbürgermeister mehr Sorgen wegen der Verkehrsbelastung durch Freiham erwartet.“ Teilweise wies das Haas zurück. „Rein planerisch hat man in Freiham alle Möglichkeiten für die Infrastruktur genutzt.“ Die Entwicklung in der Praxis laufe allerdings oft anders als Planungen, räumte Haas nicht nur an dieser Stelle ein.

Er stellte gleichzeitig klar: „Wir beobachten das schon alles, aber vieles kann man von den Daten her nicht fassen.“ So müsse man sich bei den Zahlen, mit denen man in Freiham plane, an die Beschlusslage der Landeshauptstadt halten. Die beinhalte auch eine U-Bahn bis Freiham. Auch im Stadtrat habe man sich klar geäußert. „Im Regionalplan ist eine U-Bahntrasse nach Germering freigehalten“, so Haas. Dies müsse dem Umweltbeirat eigentlich bekannt sein. Er wies die Beiräte aber ebenso klar darauf hin, dass sich die Germeringer Geschäftswelt auch Hoffnungen mache, von der Entwicklung in Freiham zu profitieren.

In diesem Zusammenhang erteilte der Rathauschef Vorstellungen eine Absage, durch neue Verkehrswege insbesondere die Landsberger Straße zu entlasten. „Das ist alles bereits mehrfach durchdiskutiert.“ Lösungen seien nicht erkennbar.

Bei der Ausweisung von neuem Wohnraum, insbesondere in den Bereichen Kreuzlinger Feld und Hofäcker, beschränkte sich der Dialog weitgehend auf den Austausch von Argumenten und bestehenden Fakten. Gulder hatte hier der Stadt vorgehalten, sie hätte es in der Hand, Zuwachs und zu viel Wachstum zu stoppen. Es seien zwei Gebiete, in denen die Gefahr bestehe, dass in kurzer Zeit überproportional viel Wohnraum geschaffen werde, hieß es mehrfach aus den Reihen des Beirates.

OB Haas wies allerdings darauf hin, dass man Einwohnerzahlen nicht auf einem bestimmten Stand einfrieren könne. „Wir müssen beachten, dass wir uns im Einflussbereich einer Großstadt befinden und deswegen ein lukrativer Anziehungspunkt sind.“ Die Stadt arbeite bei ihren Planungen sehr sorgfältig: „Da, wo wir es beeinflussen können.“ Das gelte ebenso für einen möglichen Hotelbau im Bereich der Stadthalle.

Beschwerden des Beiratsvorsitzenden Herbert Krause, das Gremium werde nicht ausreichend in die Entscheidungsfindung einbezogen, wies Haas entschieden zurück. Man schätze den Beirat wegen seiner vielseitigen Fachkompetenzen sehr. „Außerdem sind die Sitzungsvorlagen im Internet nachzulesen“, betonte der Oberbürgermeister.

Er sei auch stets bereit, in Sitzungen des Umweltbeirats Rede und Antwort zu stehen. Dennoch sah das Gremium Bedarf, diese erste Diskussionsrunde mit Haas unter Ausschluss der Öffentlichkeit noch einmal nachzubearbeiten. Hans Kürzl

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